Im Februar 2026 fand im Feuerwehrhaus Naarn der erste Bezirks-Funklehrgang des Jahres statt, an dem 24 Feuerwehrleute erfolgreich teilnahmen. Unter dem Motto „Denken, drücken, schlucken, sprechen“ wurde die Funkdisziplin für Rettungsdienste, Feuerwehr und Zivilschutz thematisiert. Der Lehrgang beinhaltete praxisnahe Einsatzübungen, die sich auf Verkehrsunfälle und Brände konzentrierten. Ziel war es, das erlernte Wissen unter realistischen Bedingungen anzuwenden und so die Einsatzfähigkeit der Teilnehmer zu erhöhen. Das Bezirks-Feuerwehrkommando Perg dankte Lehrgangsleiter Florian Aigner und seinem Ausbilderteam, das aus insgesamt zehn Kameradinnen und Kameraden bestand. Die Feuerwehr Naarn übernahm die Organisation sowie die Verpflegung des Lehrgangs, was zur erfolgreichen Durchführung beitrug.
Abschnitts-Feuerwehrkommandant Roland Paireder unterstrich die Bedeutung der Funkausbildung für die Sicherheit und Effizienz im Einsatz. Er ermutigte die Feuerwehrleute zur Teilnahme am Funkleistungsabzeichen im Mai und betonte die Notwendigkeit einer fundierten Ausbildung. Solche Lehrgänge sind nicht nur wichtig für die persönlichen Fähigkeiten der Einsatzkräfte, sondern auch für die gesamte Organisation der Feuerwehr.
Wichtige Inhalte der Sprechfunkausbildung
Die Funkausbildung ist ein wesentlicher Bestandteil des Feuerwehralltags, und die schnelle Alarmierung spielt eine entscheidende Rolle für effektives Helfen. Während früher Kirchenglocken zur Alarmierung genutzt wurden, setzen die Einsatzkräfte von heute auf Sirenen und moderne Funktechnologie. Tragbare, batteriebetriebene Taschenmeldeempfänger kommen für die stille Alarmierung zum Einsatz, die im 4 m-Bereich auf den jeweiligen Betriebskanal arbeiten.
Bund und Länder haben ein digitales Sprech- und Datenfunknetz für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) beschlossen, dessen Inbetriebnahme bis 2011 geplant war. Dieses Netz ermöglicht eine verbesserte Kommunikation zwischen den Einsatzkräften, einschließlich Gruppenbildung, störungsfreier Sprachqualität und der Möglichkeit zur Datenübertragung. Zudem sorgt die Verschlüsselung für hohe Sicherheit bei der Funkübertragung.
Lehrgangsunterlagen und Materialien
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Ausbildung sind die bereitgestellten Inhalte für Sprechfunklehrgänge, die sowohl in Präsenzform als auch online und im Selbststudium verfügbar sind. Diese Ausbildungsunterlagen sind in verschiedene Module gegliedert, die Dozenten- und Selbstlernmaterien enthalten. Die Selbstlernmaterien ermöglichen es den Teilnehmenden, die Lehrgangsinhalte selbstständig zu erarbeiten oder zu wiederholen. Zudem können diese Materialien auch für andere Aus- und Fortbildungen außerhalb der Sprechfunkausbildung in NRW verwendet werden.
Die Dozentenmaterialien dienen als Grundlage für Ausbilder zur Vorbereitung und Durchführung der Sprechfunklehrgänge und bieten ergänzende Dateien sowie Weblinks für weiterführende Informationen. Ein Download aller Materialien ist ebenfalls möglich, was die Zugänglichkeit der Inhalte erhöht (Lernkompass NRW).
Funkverkehr und Verhaltensregeln
Der Funkverkehr ist nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern auch eine Frage der Disziplin. Verhaltensregeln im Funkverkehr sind entscheidend: Der Funkverkehr sollte kurz und umfassend abgewickelt werden, und strenge Funkdisziplin ist zu wahren. Höflichkeitsformeln sind zu vermeiden, und die Kommunikation sollte deutlich und nicht zu schnell erfolgen. Abkürzungen sollten vermieden werden, und Zahlen müssen unverwechselbar ausgesprochen werden.
Die Funkausbildung wird seit 1989 auf Landkreisebene angeboten, und es finden ein bis zwei Lehrgänge pro Jahr statt. Die Ausbilder Christian Happach, Andreas Stegmann, Michael Schlickenrieder, Sven Anneser und Jürgen Eckert sorgen dafür, dass die Einsatzkräfte bestens vorbereitet sind, um im Ernstfall effizient kommunizieren zu können (Kreisbrandinspektion).