In Pabneukirchen fand nach über 60 Jahren wieder ein Ski-Jöring statt, diesmal mit Pferden. Die Veranstaltung, die als 1. Steinkellnergut Ski-Jöring bezeichnet wurde, zog zahlreiche Zuschauer an und brachte alte Traditionen zurück auf die Schneepisten. Der Wettbewerb ist eine faszinierende Mischung aus Skifahren und Reitsport, die in den nordischen Ländern ihren Ursprung hat. Der Sieger des Tages war das Team bestehend aus Ski-Fahrer Markus Kern aus Melk und Reiterin Nina Marcharth aus Obergrafendorf, die mit ihrem Pferd Paul die schnellsten Durchgänge absolvierten. Die Sieger wurden durch die zeitgleichsten Durchgänge ermittelt, was die Spannung bis zur letzten Minute aufrechterhielt.

Die Platzierungen waren hart umkämpft. Auf dem zweiten Platz landete das Team Steinkellnergut 1, mit Ski-Fahrerin Michaela Obendorfer und Reiterin Amelie Schenker, die das Pferd Vigo ritten. Der dritte Platz ging an Steinkellnergut 2, das aus Ski-Fahrerin Amelie Schenker und Reiterin Michaela Obendorfer mit dem Pferd Octavia bestand. Auch die weiteren Platzierungen waren beeindruckend: Team Göpfritz an der Wild belegte den vierten Platz mit Christoph Schöller und Clara Zdarsky, die das Pferd Elba führten. Rappottenstein 1 und 2 folgten auf den Plätzen fünf und sechs mit den Reiter-Teams Christoph Weixlberger, Julia Rauch und Kira Weixlberger.

Herausforderungen und Unterstützung

Die Veranstaltung fand unter nicht günstigen Witterungsbedingungen statt, doch dank ehrenamtlicher Helfer konnte die Strecke optimal präpariert werden. Die Runden wurden auf einer Fläche der Familie Enengl gefahren, die sich großzügig für die Veranstaltung zur Verfügung stellte. Die Siegerehrung wurde von Katharina und Patrick Schenker durchgeführt, die die Leistungen der Teilnehmer würdigten. Herbert Rockenschaub aus Perg stellte zudem Bilder vom Rennen zur Verfügung, die die Atmosphäre und den Wettkampf festhielten.

Ski-Jöring ist eine alte Wintersportart, die ihren Ursprung in den nordischen Ländern hat. Bei dieser Sportart wird ein Skifahrer an einem Seil von einem vorgespannten Tier, häufig einem Pferd, gezogen. Ursprünglich wurde der Sport mit Rentieren praktiziert, und die ersten Wettbewerbe wurden 1906 in St. Moritz ausgetragen. Interessanterweise war Ski-Jöring 1928 eine Demonstrationssportart bei den Olympischen Winterspielen in St. Moritz, wurde jedoch aufgrund der Unfallgefahr nicht ins olympische Programm aufgenommen.

Ein Blick auf die Geschichte und Entwicklung

Die Strecken für Ski-Jöring variieren zwischen zwei und zehn Kilometern und erfordern präparierte Straßen oder zugefrorene Seen. Die Bahnen werden mit Pfosten und Rails abgesteckt, und die Schneedecke wird festgewalzt, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten. Geschwindigkeiten von über 50 km/h sind im Ski-Jöring keine Seltenheit. Der Sport hat sich weiterentwickelt und wird heutzutage in wenigen Ländern wie Deutschland, Finnland, Italien, Kanada, Norwegen, Schweden, der Schweiz und Russland praktiziert. In der DDR gab es Wettbewerbe im Skijöring mit Pferden und Motorrädern, und in den 2020er-Jahren erfreut sich der Sport einer wachsenden Beliebtheit.

Besonders bekannt sind die Skijöring-Rennen im Rahmen des White Turf in St. Moritz, wo jährlich im Februar Pferderennen und Skijöring-Wettbewerbe stattfinden. Auch in Elend im Harz wird jährlich das Oberharzer Skikjöring veranstaltet, das in zwei Klassen unterteilt ist: Traditionsklasse (Pferde, Ponys) und Motorklasse (Motocross, Geländewagen, etc.).

Insgesamt zeigt das 1. Steinkellnergut Ski-Jöring in Pabneukirchen einmal mehr, wie lebendig und abwechslungsreich der Wintersport in der Region ist. Die Kombination aus Geschwindigkeit, Technik und Teamarbeit zwischen Mensch und Tier macht Ski-Jöring zu einem faszinierenden Erlebnis.

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