In Oberösterreich tut sich einiges in der Welt der Elektromobilität. Ein neuer Ladepark in Suben, in der Gemeinde St. Marienkirchen bei Schärding, wurde von Smatrics EnBW errichtet und ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Ultraschnellladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in der Region. Mit zehn Ladepunkten, die eine Leistung von bis zu 400 kW bieten, stellt dieser Ladepark einen bedeutenden Knotenpunkt für Pendler zwischen Deutschland und Österreich dar. Zudem wird der Standort auch Reisende nach Tschechien, Slowakei und Italien versorgen. Oberösterreich kann sich dabei auf über 700 öffentlich zugängliche Ultraschnellladepunkte stützen, was die Region fast gleichauf mit Niederösterreich bringt.

Die Entwicklung ist besonders bemerkenswert, da Smatrics EnBW im Vorjahr die Anzahl der Ultraschnellladepunkte um beeindruckende 60 % auf über 120 erhöhte. Laut der Österreichischen Leitstelle für Elektromobilität belegt Oberösterreich mit einer installierten Ultraschnellladeleistung von über 231.000 kW den zweiten Platz, während Niederösterreich mit rund 256.000 kW den ersten Platz hält. Diese Fortschritte sind ein klarer Indikator für das wachsende Interesse und die Nachfrage nach Elektromobilität in der Region.

Fokus auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur

Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Österreich über 100 neue Ultraschnellladepunkte geschaffen, mit weiteren 54 neuen Ladepunkten, die im zweiten Quartal an elf Standorten hinzugefügt wurden. Oberösterreich trägt dazu bei, indem es 90 Ladepunkte bereitstellt, während Niederösterreich mit 102 Ladepunkten weiterhin führend ist. Die Mehrheit dieser neuen Ladepunkte befindet sich in der Nähe von Autobahnen, was die Erreichbarkeit für Elektrofahrzeuge erheblich verbessert. Rund 80 % der neuen Ultraschnelllader haben eine Leistung von 400 kW, was bedeutet, dass sie innerhalb von 15 Minuten eine Reichweite von 400 km ermöglichen.

Ein weiteres innovatives Feature ist die Einführung eines neuen Ladekurven-Features, das Echtzeit-Informationen über Ladeleistung, Ladestand und Ladezeit bereitstellt. Auch die Sprachführung an den Ladesäulen wurde erweitert, sodass nun in vier Sprachen – Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch – Informationen bereitgestellt werden. Diese Entwicklungen sind nicht nur für die Nutzer von Elektrofahrzeugen von Bedeutung, sondern tragen auch zur Sicherheit und Planungssicherheit in der Elektromobilität bei.

Förderungen für ländliche Gebiete

Die Ladeinfrastruktur hat insbesondere im ländlichen Raum noch Aufholbedarf. Das Förderprogramm „eCharge“ plant im Jahr 2025 rund 260 Millionen Euro und im Jahr 2026 etwa 220 Millionen Euro in den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu investieren. Ziel ist es, zahlreiche und komfortable Ladestellen zu schaffen, wie beispielsweise überdachte und barrierefreie Anlagen. Für 2026 sind 30 Millionen Euro in den Bau von Schnellladestationen in unterversorgten ländlichen Gebieten vorgesehen, was eine Verdreifachung der Mittel im Vergleich zu 2024 darstellt. Diese Fördermittel sind für Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine vorgesehen und sollen dazu beitragen, die E-Mobilität in allen Regionen Österreichs voranzutreiben.

Insgesamt zeigt sich, dass Oberösterreich und die gesamte Region auf dem Weg zu einer starken und zuverlässigen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sind. Mit dem kontinuierlichen Ausbau und den geplanten Investitionen ist zu erwarten, dass die Elektromobilität in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird.