In Oberösterreich, genauer gesagt im Ortsteil Herbstheim der Gemeinde Höhnhart im Bezirk Braunau, hat die oekostrom AG eine neue Agri-Photovoltaikanlage mit einer beeindruckenden Leistung von 7,8 Megawattpeak (MWp) in Betrieb genommen. Dieses innovative Projekt vereint die Erzeugung von sauberem Strom mit landwirtschaftlicher Nutzung und ist Teil eines umfassenden Investitionsprogramms zur Förderung der regionalen Solarstromproduktion. Mit dieser Anlage werden rund 3.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgt.
Die Fläche der Anlage bleibt weiterhin landwirtschaftlich nutzbar. Sie wird zur Hälfte als Ackerland genutzt, wo künftig Hafer und Soja angebaut werden, und zur anderen Hälfte als Grünland. Um den Energieertrag zu maximieren, kommen moderne, einachsig nachgeführte Module zum Einsatz, die sich optimal an den Stromverbrauch anpassen. Im Jahr 2026 sollen bereits 30 MW aus verschiedenen Agri-PV-Projekten in Betrieb genommen werden. Dies ist das zweite Agri-PV-Kraftwerk der oekostrom AG in Oberösterreich und das leistungsstärkste seiner Art bis dato.
Zusammenarbeit und Vorteile für die Gemeinde
Die Umsetzung des Projekts war das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen sieben Grundeigentümern und der Gemeinde, was die lokale Wertschöpfung und die Stärkung der Gemeinschaft fördert. Zudem erhalten die Anwohner Zugang zu einem exklusiven, vergünstigten Kraftwerktarif, der die Akzeptanz der Anlage in der Bevölkerung erhöht. Ein weiteres Agri-PV-Projekt mit 2 MWp wird aktuell in Burgkirchen (Bezirk Braunau) gebaut und soll im April 2026 fertiggestellt werden. Es wird genug Strom für etwa 600 Haushalte erzeugen.
Bei der Agri-Photovoltaikanlage in Burgkirchen handelt es sich um eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde und regionalen Partnerunternehmen. Der Bau der Anlage, die eine jährliche Stromproduktion von etwa 1,97 Gigawattstunden (GWh) und eine CO₂-Einsparung von circa 400 Tonnen pro Jahr ermöglicht, begann im Oktober 2025. Um die Flächenpflege zu unterstützen, werden Schafe unter den Modulen weiden. Dies ist ein weiteres Beispiel für zukunftsfähige Stromerzeugung, das ein politisches Zeichen für die regionale Energiewende setzt.
Agri-PV: Eine nachhaltige Lösung für die Zukunft
Agri-Photovoltaik (Agri-PV) stellt eine vielversprechende Verbindung von Solarenergiegewinnung und landwirtschaftlicher Nutzung dar. In Österreich werden Solarpaneele hoch aufgeständert oder vertikal auf Feldern platziert, um die landwirtschaftliche Nutzung zu erhalten und gleichzeitig die Stromproduktion zu ermöglichen. Diese Methode bietet nicht nur Schutz für die Pflanzen vor Wetterextremen wie Hagel oder starker Sonneneinstrahlung, sondern trägt auch zur Förderung erneuerbarer Energien und zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes bei.
Ein weiteres Plus der Agri-PV ist die doppelte Flächennutzung, die sowohl landwirtschaftliche Erträge als auch Einnahmen aus der Stromproduktion generiert. Innovative Technologien, wie bifaziale Module und Nachführsysteme, könnten die Effizienz der Anlagen weiter steigern. In Österreich sind bereits viele Beispiele für erfolgreiche Agri-PV-Anlagen zu finden, die einen wertvollen Beitrag zur Klimaneutralität bis 2040 leisten.
Die oekostrom AG ist seit 25 Jahren aktiv in der sauberen Energiezukunft und gilt als größte unabhängige Energiedienstleisterin in Österreich. Das Unternehmen bezieht seinen Strom zu 100 % aus Wind, Sonne und Wasser aus heimischen Kraftwerken, was den regionalen Bezug und die Nachhaltigkeit unterstreicht.
Für weitere Informationen zu den Projekten der oekostrom AG und zur Agri-Photovoltaik in Österreich können Sie die Quellen hier, hier und hier nachlesen.