Am Dienstagnachmittag, dem 10. Juni 2025, sorgte ein führerloses Schlauchboot für Aufregung auf dem Rhein. Um 16.20 Uhr erhielt die Wasserschutzpolizeistation Andernach die Meldung über das verwaiste Boot, das bei Rheinkilometer 631 im Bereich Remagen-Kripp gesichtet wurde. Zunächst war unklar, ob es möglicherweise zu einem Unglück gekommen war, da keine Personen an Bord waren, was die Alarmbereitschaft der Einsatzkräfte erhöhte.
Umgehend wurden mehrere Gruppen alarmiert: Die Feuerwehren aus Remagen und Linz, ein Rettungsdienst mit Rettungshubschrauber sowie die Polizeihubschrauberstaffel machten sich auf den Weg. Auch die Großeinheit der Schifffahrt auf dem Rhein wurde gewarnt. Das Schlauchboot konnte schließlich gesichert und an das Ufer gebracht werden. Trotz einer umfangreichen Suche mit Booten und Hubschraubern blieb die Aktion ohne Ergebnis, da es keine Hinweise auf vermisste Personen gab. Laut ersten Ermittlungen hat sich das Boot vermutlich durch den steigenden Wasserstand vom Ufer gelöst, weshalb die Wasserschutzpolizei Andernach nun die weiteren Untersuchungen leitet, wie blick-aktuell.de berichtet.
Rettungseinsätze und Notfälle am Rhein
Einen weiteren großen Rettungseinsatz gab es am Freitagabend der Vorwoche bei Bad Säckingen. Zwei Urlauber aus Hamburg sorgten bei der Holzbrücke für Aufregung, nachdem sie in Not geraten waren und um Hilfe riefen. Mehr als 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG, DRK und Polizei aus Deutschland und der Schweiz rückten an, um den Rhein bis nach Schwörstadt mit sieben Booten abzusuchen. Auch ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz. Die Hilfeschreie wurden im Bereich des Ruderclubs Bad Säckingen gehört, jedoch konnten keine weiteren Personen ausfindig gemacht werden. Schließlich tauchten die vermissten Urlauber selbstständig auf der Schweizer Seite an Land auf und meldeten sich bei der Polizei. Die Kosten der Rettungsaktion werden voraussichtlich nicht an die Betroffenen weitergegeben, da keine Fahrlässigkeit vorliegt, wie suedkurier.de berichtet.
Diese Vorfälle reihen sich in eine Serie von Rettungsaktionen am Rhein ein, bei denen in den letzten Wochen mehrere Männer, teils unter Alkoholeinfluss, ins Wasser gesprungen sind und Hilfe benötigten. Die Rettungskosten können dabei erheblich variieren und sind je nach Einsatztiefe und eingesetzten Kräften oft nicht unerheblich. Die Wasserschutzpolizei gibt an, dass eine Stunde Arbeit pro Beamten rund 70 Euro kostet, ohne die Fahrzeuge mit einzurechnen. Dennoch sollte jeder in Not anrufen und keine Angst vor den Kosten haben. Wie die DLRG betont, sind das Leben und die Sicherheit immer das Wichtigste, und die Menschen in Gefahr sollten sich umgehend Hilfe holen, unabhängig von möglichen Gebühren, so tagesschau.de.
Die große Wasserstraße bleibt ein Ort, an dem sowohl Gefahren lauern als auch Leben gerettet werden können – eine wichtige Erinnerung daran, verantwortungsbewusst mit der Natur umzugehen.