Am 11. Februar 2026 fand in Linz der 44. Tag der Kfz-Wirtschaft statt, wo hunderte Händler und Werkstätten zusammenkamen, um die Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation in der österreichischen Kfz-Branche zu diskutieren. Die Veranstaltung beleuchtete zentrale Themen wie die Abhängigkeit von großen Fahrzeugbörsen im Internet, die zu hohen Vertriebskosten und einem Verlust der Kontrolle über den Kundenkontakt führen. Experten wie Andreas Kühnen präsentierten innovative Strategien, um diesen Herausforderungen zu begegnen und die Branche in eine digitale Zukunft zu führen. Die vorgestellten Gegenstrategien, die bis 2026 umgesetzt werden sollen, umfassen unter anderem lokale Online-Sichtbarkeit durch Suchmaschinenoptimierung (GEO-Targeting), die Nutzung von Google Vehicle Ads sowie KI-gestützte Verkaufsmodelle. Das übergeordnete Ziel dieser Ansätze ist es, Interessenten direkt auf die eigenen Webseiten zu lenken und die Verkaufsabschlüsse zu steigern, wie in einem Artikel zur Veranstaltung erläutert wird (Quelle).

Die digitale Transformation ist für die Kfz-Branche nicht nur eine Möglichkeit, sondern eine Überlebensfrage. Hohe Inflation, gestiegene Energiepreise und Lohnkosten führen zu schrumpfenden Margen, und der Fachkräftemangel erschwert die Rekrutierung qualifizierter Verkäufer und Techniker. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, müssen Werkstätten sich zu technologieorientierten Mobilitätsdienstleistern entwickeln, was hohe Investitionen in neue Technologien sowie umfangreiche Schulungen des Personals erfordert. Die Notwendigkeit, sich mit Marketing-Agenturen zusammenzuschließen, um datengetriebenes Marketing und den Einsatz von KI erfolgreich zu meistern, wird dabei ebenfalls betont (Quelle).

Die Werkstatt der Zukunft

Ein Highlight der Veranstaltung war die Präsentation von Bosch zur „Werkstatt der Zukunft“. Diese visionäre Vorstellung zeigt, dass die Automobilbranche nicht nur auf Reparaturdienstleistungen beschränkt ist, sondern sich zunehmend in Richtung moderner Mobilitätsdienstleistungen entwickeln muss. Um dies zu erreichen, müssen Werkstätten in neue Diagnose- und Wartungstechnologien investieren und gleichzeitig sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter die erforderliche Weiterbildung erhalten. Die Herausforderungen, die damit einhergehen, sind beträchtlich, insbesondere in einem wirtschaftlichen Umfeld, das von Unsicherheiten geprägt ist.

Die digitale Transformation und die damit verbundene Automatisierung können Ressourcen freisetzen und die Effizienz in den Betrieben steigern. Doch die Geschwindigkeit, mit der diese neuen Realitäten angenommen werden, spielt eine entscheidende Rolle für den zukünftigen Erfolg der Branche. Die Betriebe müssen ihre Marketing-Budgets umschichten und in digitale Infrastruktur investieren, um nicht ins Hintertreffen zu geraten (Quelle).

Digitalisierung als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit

Eine aktuelle Studie verdeutlicht die enge Korrelation zwischen digitaler Reife und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Unternehmen, die hoch digitalisierte Geschäftsmodelle verfolgen, verzeichnen ein höheres EBIT-Wachstum. Diese Erkenntnis stützt die Notwendigkeit für die Kfz-Branche, sich intensiv mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen. KI-Anwendungen spielen eine zentrale Rolle in diesem Transformationsprozess, aber sie erfordern auch eine ganzheitliche Integration in alle Unternehmensfunktionen, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Die Branche muss daher bereit sein, ihre Geschäftsmodelle anzupassen und sich in Wertschöpfungsnetzwerken zu engagieren, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben (Quelle).

Insgesamt zeigt der 44. Tag der Kfz-Wirtschaft in Linz, dass die Branche an einem Wendepunkt steht. Die Bereitschaft zur digitalen Transformation wird entscheidend sein, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und die Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung zu stellen.