In Linz wird am 6. März 2026 die Ausstellung „Die Kirche ist weiblich“ eröffnet, ein Fotoprojekt der Frauenkommission der Diözese Linz, das die Rolle und den Beitrag von Frauen in der katholischen Kirche beleuchtet. Die Ausstellung findet im Linzer Wissensturm statt und zeigt 49 Frauen, die in verschiedenen Bereichen der Kirche aktiv sind, darunter Seelsorge, Bildung, Ehrenamt, Caritas und Verwaltung. Diese Initiative soll die Sichtbarkeit von Frauen in der katholischen Kirche erhöhen und den langanhaltenden Status quo der männlichen Dominanz in der Wahrnehmung der Kirche verändern. Die Bilder stammen von den Fotografen Magdalena Welsch und Laurenz Kaiser und wurden in Oberösterreich aufgenommen. Die Ausstellung kann vom 6. März bis 10. April 2026 bei freiem Eintritt besichtigt werden.

Ein besonderes Highlight der Vernissage am 6. März um 18 Uhr wird der Festvortrag von Gabriele Eder-Cakl sein. Die Frauenkommission der Diözese Linz lädt zudem zur Teilnahme an der Kundgebung des „Bündnis 8. März“ mit dem Motto „Enough! Basta! Genug!“ ein. Treffpunkt ist um 14 Uhr bei der Kugelskulptur vor dem Musiktheater im Linzer Volksgarten. Diese Aktivitäten unterstreichen den gesellschaftlichen und kirchlichen Wandel, der in den letzten Jahren stattgefunden hat.

Einblicke in die Ausstellung

Die Ausstellung „Die Kirche ist weiblich“ hat das Ziel, die Arbeit von Frauen in der Kirche zu dokumentieren und sichtbar zu machen, sowohl in bezahlten als auch in ehrenamtlichen Positionen. In der Diözese Linz sind aktuell rund 220 Seelsorgerinnen tätig, die in Pfarren, Kliniken, Altenheimen und Jugendzentren arbeiten. Die 49 abgebildeten Frauen sind ein eindrucksvolles Beispiel für den vielfältigen Einsatz von Frauen innerhalb der kirchlichen Strukturen.

Der Ansatz, Frauen in verschiedenen kirchlichen Tätigkeiten wie Seelsorge und Bildung zu zeigen, ist ein Schritt in Richtung Gleichstellung, denn trotz der hohen Anzahl an engagierten Frauen sind sie in der Führungsebene der Kirche noch nicht paritätisch vertreten. Die Österreichische Bischofskonferenz hat sich jedoch das Ziel gesetzt, bis 2028 ein Drittel der Führungsposten mit Frauen zu besetzen.

Wanderausstellung und gesellschaftliche Relevanz

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und wird nach ihrer Eröffnung in verschiedene Pfarren wandern, um eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen. So ist bereits eine Präsentation beim Treffen der Kirchenreformbewegungen in Enns am 16./17. Oktober 2026 geplant. Begleittexte in verschiedenen Sprachen sowie Zitate von abgebildeten Frauen und bedeutenden christlichen Denkerinnen werden das Ausstellungserlebnis ergänzen und vertiefen.

Die Initiative zeigt nicht nur die wichtigen Beiträge von Frauen in der katholischen Kirche, sondern ist auch Teil eines größeren gesellschaftlichen Diskurses über Gleichstellung und die Rolle der Frau in verschiedenen Lebensbereichen. Diese Diskussion ist in vielen Bereichen relevant und wird durch solche Projekte wie „Die Kirche ist weiblich“ weiter vorangetrieben. Weitere Informationen zur Ausstellung sind auf den Webseiten der Frauenkommission und der Diözese Linz zu finden. Für mehr Details können Sie die Quelle [hier](katholisch.at) und [hier](wir-sind-kirche.at) aufrufen.