Der wirtschaftliche Austausch zwischen den Städten Traun, Leonding, Ansfelden und Enns nimmt Fahrt auf. Kürzlich trafen sich die Wirtschaftsstadträte aus diesen Gemeinden zum zweiten Vernetzungstreffen im Bezirk Linz-Land, um gemeinsame Strategien zur Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu entwickeln. Wie Tips.at berichtet, standen dabei zahlreiche Themen auf der Agenda, darunter Standortentwicklung, Fachkräftesicherung sowie Betriebsansiedelungen. Auch die Herausforderung durch Leerstände in Orts- und Stadtzentren wurde diskutiert.
Jede Stadt hatte die Möglichkeit, ihre aktuellen Projekte und Schwerpunkte vorzustellen. Ein Highlight war die Klassenpatenschaft Wirtschaft zwischen der Neuen Mittelschule 1 in Ansfelden und regionalen Betrieben, die darauf abzielt, junge Menschen frühzeitig für die lokalen Arbeitgeber zu begeistern. Die Trauner Vizebürgermeisterin Sabine Burger erklärte, wie wichtig der enge Austausch zwischen den Städten ist, um die Effizienz zu steigern und Arbeitsplätze zu sichern.
Gemeinsame Ziele und Anliegen
Heidi Ebenberger, Vertreterin aus Leonding, betonte die Vorteile eines kontinuierlichen Dialogs für eine schnellere Umsetzung von Projekten und eine zielgerichtete Wirtschaftspolitik. Auch Alexandra Saidnader aus Enns hob die Bedeutung der regionalen Vernetzung für Investitionen und wirtschaftliche Stabilität hervor. Markus Kullmann aus Ansfelden wies auf die ähnlichen Herausforderungen hin, mit denen die Gemeinden konfrontiert sind, und betonte die Notwendigkeit abgestimmter Lösungen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
Diese Zusammenarbeit ist nicht nur von lokaler Bedeutung. Sie fügt sich in das größere Bild der regionalen Strukturförderung, wie sie auch auf nationaler Ebene durch die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) unterstützt wird. Diese Initiative richtet sich insbesondere an strukturschwache Regionen und verfolgt das Ziel, Standortnachteile auszugleichen, Beschäftigung zu sichern und das Wachstum zu fördern. Weitere Informationen zur GRW und den aktuellen Förderprojekten kann man beim Bundeswirtschaftsministerium nachlesen.
Europäische Unterstützung für wirtschaftliche Integration
Ein bedeutender Aspekt der regionalen Wirtschaftsförderung sind die EU-Struktur- und Investitionsfonds, die eine wichtige Finanzierungsquelle für Projekte darstellen, die auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Verbesserung der Lebensqualität abzielen. Wie bpb.de erläutert, setzt die EU hier auf eine ausgewogene wirtschaftliche Entwicklung und verringert Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten. Somit profitieren auch die Regionen in Österreich von diesen Initiativen.
Die letzte Konsultation zum Thema ‚Industrie- und Gewerbeflächenentwicklung in strukturschwachen Regionen‘ verdeutlichte, dass auch von den Gemeinden ein großes Interesse besteht, Hemmnisse zu erkennen und Unterstützungsmöglichkeiten zu entwickeln. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, dass die Städte in Linz-Land zusammenarbeiten und ihre Kräfte bündeln, um als Standort für Unternehmen und Arbeitskräfte attraktiver zu werden.
Die nächsten Treffen sind bereits in Planung und sollen als Plattform für den Austausch von Erfahrungen, Best-Practice-Beispielen und gemeinsamen Initiativen dienen. Klar ist, dass eine starke wirtschaftliche Vernetzung nicht nur für die einzelnen Städte von Vorteil ist, sondern auch die gesamte Region Linz-Land stärkt und Zukunftsperspektiven schafft.