Im idyllischen Pasching, wo die Gemeinschaft stark und das Miteinander lebendig ist, kämpft die kleine Florentina, die erst Ende Januar ihren dritten Geburtstag feierte, ums Überleben. Florentina ist ein fröhliches und aufgewecktes Mädchen, das Katzen liebt und gerne mit ihren Freunden in der Krabbelstube spielt. Doch nach einem hohen Fieber entwickelte sie einen medizinischen Notfall, der ihr Leben auf dramatische Weise bedroht.

Bei den Untersuchungen wurde bei Florentina HLH (Hämophagozytische Lymphohistiozytose) diagnostiziert, eine seltene und lebensbedrohliche Erkrankung, die dazu führt, dass das Immunsystem den eigenen Körper angreift. Dies kann zu ernsthaften Organschäden führen und ohne rechtzeitige Behandlung oft tödlich enden. Um ihr Immunsystem zu stabilisieren, benötigt Florentina dringend eine passende Stammzellspende.

Typisierungsaktion für Florentina

Um Florentina zu helfen, findet am 28. Februar von 10 bis 13 Uhr eine Typisierungsaktion im kleinen Pfarrsaal der Pfarrgemeinde Langholzfeld in der Kirchengasse 2, 4061 Pasching, statt. Gesunde Personen zwischen 16 und 45 Jahren sind eingeladen, sich durch einen Wangenabstrich typisieren zu lassen. Die Laborkosten in Höhe von 40 Euro werden freundlicherweise von Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich übernommen. Wer an diesem Tag nicht teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, ein kostenloses Typisierungsset nach Hause zu bestellen. Registrierte Stammzellspender:innen werden zudem ermutigt, den Aufruf zu teilen und andere zur Typisierung zu motivieren.

Für die finanzielle Unterstützung von Florentina wurde ein Spendenkonto eingerichtet:
IBAN: AT39 2060 7001 0006 4898
BIC: SSBLAT21XXX
Bank: Sparkasse Bludenz AG. Jede Unterstützung zählt!

Was ist HLH?

Die hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) kann in zwei Formen auftreten: primäre (hereditäre) und sekundäre (erworbene) HLH. Beide Formen sind durch eine übermäßige Aktivierung von Makrophagen gekennzeichnet, die zu einer massiven Freisetzung von proinflammatorischen Zytokinen führt. Diese Zytokine können in das Gewebe einwandern und dort Schäden verursachen, einschließlich im Knochenmark. Die Diagnose und Therapie von HLH ist daher besonders herausfordernd und erfordert eine präzise medizinische Betreuung.

Die primäre Form der HLH, auch familiäre HLH (f-HLH) genannt, ist oft auf genetische Mutationen zurückzuführen, die die Funktion von T-Zellen und natürlichen Killerzellen beeinträchtigen. Im Gegensatz dazu wird die sekundäre Form (reaktive HLH, s-HLH) häufig durch Grunderkrankungen wie Infektionen oder Tumore ausgelöst und ist weniger gut verstanden. In vielen Fällen sind genetische Prädispositionen oder chronische Entzündungen maßgeblich an der Entstehung der s-HLH beteiligt.

Forschung und medizinische Perspektiven

Die medizinische Gemeinschaft hat in den letzten Jahren viel über die HLH gelernt, dank zahlreicher Studien und Forschungsarbeiten. Experten haben Klassifikationen und Diagnosekriterien entwickelt, die helfen, HLH frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu behandeln. So wurde beispielsweise in verschiedenen Studien die Relevanz von histomorphologischen Kriterien im Knochenmark zur genauen Diagnose von HLH untersucht.

Die Behandlung von HLH kann je nach Ursache variieren. In vielen Fällen kommen immunmodulatorische Therapien und in schweren Fällen sogar Stammzelltransplantationen zum Einsatz. Die Forschung zu HLH ist ein dynamisches Feld, und die Fortschritte in der Genetik sowie in der Immuntherapie eröffnen neue Möglichkeiten für betroffene Patienten.

Die anstehende Typisierungsaktion für Florentina ist nicht nur eine Chance, ihr zu helfen, sondern auch ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, sich für die Gesundheit anderer einzusetzen. Gemeinsames Handeln kann Leben retten. Jeder Wangenabstrich zählt!