Ein tragischer Vorfall hat sich am vergangenen Samstag im Bezirk Kirchdorf ereignet, als eine 64-jährige Person von seiner Ehefrau tot vor dem Wohnhaus in Wartberg an der Krems aufgefunden wurde. Der Mann war erfroren, nachdem er am Vortag in einem nahegelegenen Lokal Alkohol konsumiert hatte. Laut Berichten fiel er beim Rauchen vor seinem Haus zu Boden, nur wenige Meter von der Haustür entfernt. Die Ehefrau entdeckte die Leiche gegen 9:45 Uhr. Ein Arzt stellte den Tod durch Erfrieren fest und es gibt keine Hinweise auf Fremdverschulden. Diese tragische Geschichte erinnert an einen ähnlichen Vorfall im Bezirk Amstetten, wo eine 46-Jährige auf dem Heimweg von einem Faschingsfest an der Kälte starb. Auch sie stürzte und konnte nicht mehr gerettet werden (Quelle).
Erfroren zu sein, ist ein Schicksal, das schneller eintreten kann, als man denkt. Bereits nach fünf Minuten extremer Kälte im Freien können Erfrierungen auftreten. Dies ist besonders besorgniserregend, denn der Tod durch Kälte kann selbst bei Temperaturen über null Grad eintreten. Menschen, die in unangemessener Kleidung nach draußen gehen oder unter dem Einfluss von Alkohol stehen, sind besonders gefährdet. Alkohol erhöht das Risiko von Unterkühlung, da er die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigt, sich vor Kälte zu schützen (Quelle).
Unterkühlung und ihre Gefahren
Die normale Körperkerntemperatur liegt bei 37 Grad Celsius. Bereits eine Senkung um zwei Grad kann zu Unterkühlung führen, während der Tod bei einer Kerntemperatur von 21 Grad eintritt. Besonders anfällig für Erfrierungen sind Finger und Zehen, die bei niedrigen Temperaturen und Windchill sehr schnell ihre Wärme verlieren können. Bei minus 18 Grad und einem Windchill von minus 28 Grad sind Erfrierungen innerhalb von 30 Minuten möglich. Dies macht deutlich, wie wichtig es ist, sich bei kaltem Wetter angemessen zu kleiden und auf die aktuellen Wetterbedingungen zu achten (Quelle).
Schutzmaßnahmen gegen Kälte
Um sich vor den Gefahren der Kälte zu schützen, ist es wichtig, das richtige Bekleidungsniveau zu wählen. Das Zwiebelschalen-Prinzip empfiehlt sich hierbei: Die innere Schicht sollte die Feuchtigkeit regulieren, während die mittlere Schicht für Isolation sorgt und die äußere Schicht Wetterschutz bietet. Besonders wichtig ist, dass die äußeren Schichten groß genug sind, um die inneren Schichten gut darunter zu schützen. Zudem sollten Öffnungen am Hals und an den Handgelenken für eine innere Belüftung sorgen. Ein gut durchdachtes Bekleidungsystem kann entscheidend sein, um die Gesundheit in der kalten Jahreszeit zu bewahren (Quelle).
Die traurigen Ereignisse in Wartberg und Amstetten zeigen, dass Kälte nicht unterschätzt werden sollte. Jeder ist aufgerufen, Vorsicht walten zu lassen und sich entsprechend zu kleiden, besonders in der kalten Jahreszeit. Die richtige Vorbereitung und Achtsamkeit können Leben retten.