Am 11. Februar 2026 ereignete sich im Skigebiet Hinterstoder/Höss, im Bezirk Kirchdorf an der Krems, ein bedauerlicher Vorfall, der die Aufmerksamkeit auf die Sicherheit auf den Pisten lenkt. Ein 17-jähriger Tscheche wurde gegen 12:30 Uhr von einem unbekannten Skifahrer auf einer roten Piste gerammt und umgestoßen. Der Jugendliche, der mit seinem Vater unterwegs war, klagte nach dem Zusammenstoß über leichte Schmerzen im Bereich der linken Rippen und wurde zur Kontrolle ins Krankenhaus Kirchdorf gebracht.

Der Unfallverursacher, ein unbekannter Skifahrer, hielt nach dem Zusammenstoß nicht an und flüchtete. Trotz einer sofort eingeleiteten Suche, unterstützt durch das Liftpersonal, blieb der flüchtige Skifahrer vorerst unauffindbar. Das Besondere an diesem Vorfall: Der Vater des 17-Jährigen hatte die Abfahrt seines Sohnes per Handy gefilmt. Auf dem Video war ein schwarz gekleideter Mann zu sehen, der sich „ziemlich rasant“ näherte. Informationen zu diesem Vorfall stammen von der Landespolizeidirektion Oberösterreich und sind in einer Presseaussendung vom selben Tag veröffentlicht worden, die Sie hier nachlesen können.

Die Sicherheitslage auf den Pisten

Die Vorfälle wie dieser werfen ein Licht auf die allgemeine Sicherheitslage auf den Skipisten. In der Saison 2023/2024 wurde ein Anstieg der verletzten Skifahrerinnen verzeichnet, mit geschätzten 46.000 bis 48.000 Verletzten. Im Vergleich zur Basis-Saison 1979/80 ist das zwar ein Rückgang um 52 Prozent, jedoch zeigt der Vergleich zur Vorsaison eine deutliche Zunahme der Verletzten. Das Risiko für stationäre Behandlungen bleibt stabil bei 1,73 pro 1.000 Skifahrerinnen, was etwa 7.200 bis 7.300 stationären Behandlungen entspricht. Dies verdeutlicht den anhaltenden Trend steigender Kollisionsunfälle auf den Pisten, der sich auch in der Analyse von David Schulz von der ARAG Allgemeine Versicherungs-AG widerspiegelt.

Besonders besorgniserregend ist der Anstieg des Risikos für Kollisionsunfälle, das von 1,50 auf 1,73 pro 1.000 Skifahrerinnen gestiegen ist. Kollisionsverletzungen machen mittlerweile 21 Prozent aller Skiverletzungen aus. Diese Entwicklungen sollten sowohl Skifahrerinnen als auch Betreiber von Skigebieten dazu anregen, verstärkt auf Sicherheitsmaßnahmen zu achten. Weitere Informationen zu diesem Thema sind in der Analyse von David Schulz zu finden, die Sie hier einsehen können.

Die Geschehnisse in Hinterstoder sind ein eindringlicher Appell, beim Skifahren stets Vorsicht walten zu lassen und die Sicherheit auf den Pisten nicht zu vernachlässigen. Jeder Unfall erinnert uns daran, wie wichtig es ist, verantwortungsvoll zu fahren und auf die Mitmenschen zu achten.