Die Greiner AG, ein renommierter Kunststoffkonzern mit Sitz in Kremsmünster, hat kürzlich bedeutende Schritte unternommen, um ihre strategische Ausrichtung zu optimieren. Die Tochtergesellschaft Greiner Mediscan wird nun als eigenständige Sparte direkt unter der Greiner AG etabliert. Diese Umstrukturierung, die auch von einer Standorterweiterung begleitet wird, zielt darauf ab, die gezielte strategische Entwicklung und Skalierung von Greiner Mediscan voranzutreiben. Zuvor war Greiner Mediscan als Teil von Greiner Bio-One aktiv.
Greiner Mediscan hat sich als führender Anbieter in Europa für die Sterilisation von Medizinprodukten, die Entkeimung von Lebensmittelverpackungen sowie die Funktionsverbesserung von Kunststoffen und Halbleitern mittels ionisierender Strahlung etabliert. Mit einer Investition von 22 Millionen Euro wird der Standort Kremsmünster im Jahr 2024 zu einem der größten Sterilisationszentren Europas ausgebaut, was durch die weltweit steigende Nachfrage nach Sterilisationsdienstleistungen bedingt ist. Diese Nachfrage resultiert aus regulatorischen Anforderungen und dem wachsenden Bedarf an sterilen Produkten in der Medizin-, Pharma- und Lebensmittelindustrie.
Führung und Innovationskraft
Ab dem 1. Januar 2026 wird Bernhard Achleitner, ein erfahrener Manager mit über 18 Jahren in der pharmazeutischen, Generika- und Biotechnologiebranche, die Rolle des CEO von Greiner Mediscan übernehmen. Zuletzt war Achleitner als Head of Strategy and Operations bei Novartis Österreich tätig. Markus Niederreiter, der bisherige Geschäftsführer der Tochtergesellschaft, wird Teil des neuen Führungsteams und ist verantwortlich für die technologische Weiterentwicklung des Unternehmens.
Die Vorstandsvorsitzende von Greiner AG, Saori Dubourg, betont, dass durch diese Maßnahmen die Voraussetzungen für Innovationskraft und strategische Entwicklung geschaffen werden. Mit der Gründung von Greiner Mediscan wird die Unternehmensstruktur auf vier Sparten erweitert: Packaging, Bio-One, Neveon (Schaumstoffe) und Mediscan. Im Jahr 2024 wird Greiner voraussichtlich mit rund 10.300 Mitarbeitern an 107 Standorten einen Umsatz von 1,99 Milliarden Euro erzielen.
Die Rolle moderner Medizinprodukte
Im Kontext dieser Entwicklungen ist es wichtig zu erkennen, dass die moderne Medizin hochwertige Einwegartikel aus Kunststoff benötigt. Die Herstellung solcher Produkte erfolgt in speziellen Reinräumen (ISO 7) und Grauraumflächen, was maximale Kontaminationsfreiheit durch laufende Qualitätskontrollen gewährleistet. Diese Produkte zeichnen sich durch hohe Transparenz und Kompatibilität aus und bieten gleichbleibend gute Qualität. Merkmale wie marktgerechte, sterile Verpackungen, dauerhafte Barriereeigenschaften, geringes Gewicht und niedrige Kosten sind entscheidend für ihren Einsatz in der Medizin.
Die zukünftige Ausrichtung von Greiner Mediscan und die damit verbundenen Investitionen sind ein klares Zeichen für die Bedeutung und das Potenzial des Sterilisationsmarktes in Europa. Die Entwicklungen in Kremsmünster werden nicht nur die Innovationskraft des Unternehmens stärken, sondern auch dazu beitragen, die wachsenden Anforderungen der Gesundheits- und Lebensmittelindustrie zu erfüllen. Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel.
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