In den letzten Tagen hat die kleine Gemeinde Nußbach im Bezirk Kirchdorf an der Krems mit einer besorgniserregenden Serie von Wohnhauseinbrüchen zu kämpfen. Bürgermeister Gerhard Gebeshuber von der ÖVP hat bereits Kontakt zur Polizei aufgenommen, um die Situation zu besprechen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Es ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger sich über Präventionsmöglichkeiten informieren, um ihr Zuhause besser zu schützen.
Die Polizei gibt wertvolle Tipps zur Einbruchsprävention, die jeder Haushalt befolgen kann. Es wird empfohlen, die eigene Wohnung nicht unbewohnt wirken zu lassen. Dazu gehört das regelmäßige Leeren des Postkastens, das Bewegen der Jalousien und das Gießen von Pflanzen. Zeitschaltuhren für das Licht in Wohnräumen können ebenfalls hilfreich sein. Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern, zusätzliche Schlösser an Fenstern und Türen sowie die Sicherung von Kellerabteilen, Fahrrädern und Sportgeräten sind weitere Maßnahmen, die die Sicherheit erhöhen. Zudem rät die Polizei, ein Inventarverzeichnis zu erstellen und Wertgegenstände zu fotografieren. Elektronische Sicherungen wie Alarmanlagen und Videoüberwachung sollten in Betracht gezogen werden, und bei Smart Homes ist es wichtig, hohe IT-Sicherheitsstandards zu beachten. Bei verdächtigen Wahrnehmungen ist es ratsam, sofort die Polizei zu kontaktieren (Notruf 133) Quelle.
Einbrüche: Ein weit verbreitetes Problem
Einbrüche erfolgen häufig tagsüber, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. Dies geschieht vor allem während der Schul-, Arbeits- und Einkaufszeiten sowie am frühen Abend und an Wochenenden. Über ein Drittel aller Wohnungseinbrüche wird von sogenannten Tageswohnungseinbrechern begangen. Es ist zu vermuten, dass die tatsächliche Zahl der Tageswohnungseinbrüche höher ist, da genaue Tatzeiten oft nicht feststellbar sind, beispielsweise während urlaubsbedingter Abwesenheit. Besonders in Großstädten sind Einbrecherbanden aktiv, die ganze Wohnviertel überfallen und innerhalb kürzester Zeit Häuser und Wohnungen ausräumen. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2024 gab es in Deutschland 78.436 Fälle von Wohnungseinbrüchen, was einen Anstieg im Vergleich zu den 77.819 Fällen im Jahr 2023 darstellt. Die Aufklärungsquote liegt bei 15,3 Prozent Quelle.
Ein weiteres alarmierendes Detail ist, dass der Schaden durch Einbrüche im Jahr 2024 auf 340,6 Millionen Euro angestiegen ist, im Vergleich zu 269,4 Millionen Euro im Jahr 2023. Einbrüche erfolgen meist über leicht erreichbare Fenster und Türen, und die Quote der gescheiterten Einbrüche liegt bei 45,7 Prozent. Richtiges Verhalten und effiziente Sicherungstechnik sind entscheidend, um viele Einbrüche zu verhindern.
Einbruchstatistik: Ein besorgniserregender Trend
Die Einbruchstatistik 2024 zeigt einen besorgniserregenden Anstieg der Wohnungseinbrüche in Deutschland. Im Jahr 2023 wurden bundesweit 77.819 Wohnungseinbrüche registriert, was einem Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Durchschnitt gibt es täglich 213 Einbrüche in Deutschland, wobei der durchschnittliche Schaden pro Einbruch bei 3.500 Euro liegt. Dies zeigt, dass Einbrüche nach der Corona-Pandemie wieder zugenommen haben, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, wo ein Anstieg von 15 Prozent verzeichnet wurde. Großstädte haben tendenziell höhere Einbruchszahlen als ländliche Regionen. Die häufigsten Methoden, die Einbrecher anwenden, sind das Aufhebeln von Türen und das Zylinderziehen. Besonders beliebt sind Balkon- und Terrassentüren sowie Fenster Quelle.
Der Anstieg der Einbruchszahlen macht deutlich, wie wichtig präventive Maßnahmen sind. Experten empfehlen eine Kombination aus baulichen, mechanischen und elektronischen Sicherheitslösungen, um das Risiko eines Einbruchs zu minimieren. Darüber hinaus bieten viele Polizeidienststellen kostenlose Sicherheitsberatungen an, um Bürger über effektive Schutzmaßnahmen zu informieren.