Am vergangenen Samstagvormittag fand eine umfassende Gefahrstoffübung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchdorf am Übungs- und Ausbildungsgelände statt, die nicht nur das Engagement der Einsatzkräfte demonstrierte, sondern auch den Nutzen modernster Technologien wie Drohnen in kritischen Situationen hervorhob. Die Übung wurde durchgeführt, um die Feuerwehrleute auf ein realistisches Szenario mit mehreren Gefahrenlagen vorzubereiten, wobei ein gefährlicher Stoff aus mehreren Kanistern ausgetreten war. Diese Maßnahme stellt sicher, dass die Einsatzkräfte in der Lage sind, schnell und effektiv zu reagieren.

Bei der Übung mussten mehrere Personen in unterschiedlichen Notlagen gerettet werden. Ein Kind wurde aus einem Fahrzeug geborgen, das sich in unmittelbarer Nähe des Gefahrstoffaustritts befand. Zudem gelang die Rettung einer weiteren Person von der Ladefläche eines Transportfahrzeugs, auf dem sich die gefährlichen Stoffe befanden. Diese Einsätze erfolgten unter schwerem Atemschutz und mit Schutzausrüstung nach Schutzstufe 3.

Drohnen im Einsatz

Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Drohneneinheiten aus den Bezirken Kirchdorf und Steyr. Diese modernen Luftfahrzeuge lieferten wertvolle Luftbilder für die Lageerkundung und halfen dabei, die Ausbreitung der simulierten Gefahrstoffe zu erkennen. Wie bbk.bund.de berichtet, ermöglichen Drohnen ein präzises Lagebild in komplexen Situationen und sind dabei schnell einsatzbereit. Sie sind aus dem modernen Bevölkerungsschutz nicht mehr wegzudenken, da sie neben der Lageerkundung auch bei Personensuchen und der Detektion von Glutnestern oder Gefahrstoffen eingesetzt werden können.

Die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren zeigte sich auch in der Einrichtung eines Dekontaminationsplatzes außerhalb des Gefahrenbereichs. Dort wurden die Einsatzkräfte und ihre Geräte nach dem potenziellen Kontakt mit den simulierten Chemikalien dekontaminiert. An dieser Übung waren neben der Feuerwehr Kirchdorf auch die Gefahrstoffzüge der Bezirke Kirchdorf und Steyr-Land sowie das Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug der Feuerwehr Pettenbach beteiligt. Solche Übungen sind von großer Bedeutung für die technische Schulung und die Verbesserung der überörtlichen Kooperation der Einsatzkräfte.

Fachempfehlungen und rechtliche Rahmenbedingungen

Zusätzlich zu diesen praktischen Erfahrungen hat der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) eine Fachempfehlung zur Nutzung von Drohnen in der Feuerwehr veröffentlicht, die Führungskräfte und Einsatzplaner bei der Integration von Drohnen in bestehende Einsatzstrukturen unterstützt. Diese Feuerwehrmagazin.de Bericht informiert über die rechtlichen Rahmenbedingungen und gibt wichtige Hinweise zu den Einsatzmöglichkeiten von Drohnen. Besonders betont wird die Notwendigkeit einer klaren Organisation und Taktik, um Drohnen sinnvoll in den Einsatzablauf zu integrieren, während eine strikte Trennung zwischen bemannter und unbemannter Luftunterstützung empfohlen wird.

Die praktische Ausbildung und die Koordination zwischen den verschiedenen Organisationen sind entscheidend, um die Effizienz dieser technischen Hilfsmittel zu maximieren. Die Übung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchdorf zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, sowohl traditionelle Rettungstechniken als auch moderne Technologien wie Drohnen zu nutzen, um im Ernstfall rasch und richtig reagieren zu können.

Die Region kann stolz auf ihre engagierten Einsatzkräfte sein, die sich täglich für die Sicherheit der Bevölkerung einsetzen. Ein regionaler Fleischereibetrieb oblag zudem der Verpflegung der Beteiligten nach der anstrengenden Übung, was das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Feuerwehr weiter stärkt.