Die Vorfreude auf den Hornspitz-Riesenslalom wächst, denn am 28. Dezember 2026 wird Gosau in Oberösterreich wieder zum Schauplatz eines bedeutenden Skirennens. Nach 34 Jahren kehrt der Technik-Weltcup der Damen in diese malerische Region zurück, nachdem Lienz den Zuschlag verloren hat. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) bestätigte dies am Montag, und die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren.

Die Skiregion Dachstein West hat mit ihrem überzeugenden Konzept nicht nur die Entscheidungsträger des ÖSV beeindruckt, sondern auch Kritiker der FIS (Fédération Internationale de Ski) angesprochen. Die Strecke selbst bietet mit 1.100 Höhenmetern und einer Neigung der Zielkurve von 58 % eine spannende Herausforderung für die Athletinnen. Diese Neigung ist fast so steil wie die legendäre Piste in Kitzbühel, jedoch ist die Strecke in Gosau 400 Meter länger. Die Schneesicherheit bis April ist ein weiterer Pluspunkt, der ein gelungenes Event garantiert.

Winterfestival und Zuschauerinteresse

Die Vorfreude auf das Event wird durch ein geplantes Winterfestival abgerundet. Am 27. Dezember, einen Tag vor dem großen Rennen, wird ein Freestyle-Event stattfinden. Zudem wird eine Eisbar aus 50 Tonnen Eis von lokalen Brauereien errichtet, die den Besuchern ein einzigartiges Erlebnis bieten soll. Der Tourismusverband erwartet rund 25.000 Gäste und ein Umsatzplus von 18 Millionen Euro über die Feiertage.

Eine besondere Aufmerksamkeit wird der Lokalmatadorin Katharina Huber zuteil. Die talentierte Skifahrerin aus Hallstamm wird vor heimischem Publikum antreten. Obwohl sie bereits drei Top-10-Platzierungen im Slalom erreicht hat, wartet sie noch auf ihr erstes Podest auf österreichischem Boden. Dies könnte sich in Gosau ändern, wenn sie ihre Fans mit einer starken Leistung begeistert.

Umweltschutz und Infrastruktur

Allerdings gibt es auch Herausforderungen zu bewältigen. Umweltvereine äußern Protest gegen den Bau einer Zubringerseilbahn durch ein Naturschutzgebiet. Um diesen Bedenken Rechnung zu tragen, planen die Veranstalter eine mobile Lift-Konstruktion, die nach dem Rennen abgebaut wird. Eine Genehmigung durch die FIS wird im Oktober erwartet, um eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Die Rückkehr des Frauenweltcups nach Gosau ist nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch eine Chance für die Region, sich im internationalen Skisport neu zu positionieren. Der Hornspitz-Riesenslalom wird die Möglichkeit bieten, die Schönheit und die Möglichkeiten der Region einem breiten Publikum zu präsentieren. Weitere Informationen sind auf ooe.orf.at zu finden.

Insgesamt zeigt sich, dass Gosau nicht nur für seine beeindruckende Naturlandschaft bekannt ist, sondern auch als Austragungsort für hochkarätige Sportevents eine bedeutende Rolle spielen kann. Das Event könnte dazu beitragen, die Region weiterzuentwickeln und gleichzeitig sportliche Talente zu fördern, wie die aufstrebende Katharina Huber.