In Hallstatt hat der Wegeverschönerungsverein kürzlich seine achte Jahreshauptversammlung abgehalten, bei der sowohl Bilanz über die vergangenen Jahre gezogen als auch ein neuer Vorstand gewählt wurde. Die Obfrau, Roswitha Seethaler, begrüßte die Anwesenden, darunter Bürgermeister Alexander Scheutz, Vizebürgermeister Alfred Gamsjäger und Destination Manager Christian Schirlbauer. Ein zentrales Thema waren die Projekte zur Erhaltung und Sanierung von Wanderwegen, die für die Gemeinde und den Tourismus von großer Bedeutung sind. Neu im Arbeitsteam sind Barbara Schiefermayer, Susanne Preimesberger, Maximilian Urstöger, Nina Stöckl-Heininger und Marcel Ogris-Meister, während zwei Gründungsmitglieder, Gisela Kalchschmid und Hermann Pilz, aus dem aktiven Team ausschieden. Der Rückblick auf die Arbeiten unter Hermann Pilz wurde ebenfalls gewürdigt.

Seethaler präsentierte ehrgeizige Projekte für 2024 und 2025, wobei der Schwerpunkt auf der Sanierung des Gletschergartenwegs liegt, der als stark renovierungsbedürftig und gefährlich galt. Dieses Projekt, ursprünglich für zwei Jahre geplant, wurde in einem Jahr erfolgreich abgeschlossen. Das notwendige Material, darunter vier Big Bags Schotter und 60 Stück Holz, wurde mit einem Hubschrauber angeliefert, wobei der Bauhof der Gemeinde ebenfalls unterstützend tätig war. Weitere geplante Arbeiten umfassen die Instandsetzung des Weges zum Goaßerbankerl, Säuberungsarbeiten, die Erneuerung von Holzbänken sowie die Sanierung des Salzbergweges und des Platzes der Stille.

Positive Bilanz und neue Vorstandsmitglieder

Kassier Alfred Hemetzberger legte einen erfreulichen Kassenbericht vor und wurde einstimmig entlastet. Der neu gewählte Vorstand setzt sich zusammen aus Obfrau Roswitha Seethaler, Obfrau Stellvertreter Rudolf Prohaska, Schriftführerin Nina Stöckl-Heininger, Schriftführer Stellvertreter Alfred Gamsjäger, Kassier Heike Scheutz und Kassier Stellvertreter Rudolf Scheutz. Kassaprüfer sind Martina Scheutz und Alfred Gamsjäger. In ihrer Dankesrede betonte Seethaler die Bedeutung des Zusammenhalts im Team mit dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ und bedankte sich für die Unterstützung der Gemeinde und des Tourismus.

Im Rückblick auf die geleisteten Arbeiten 2024 konnte Seethaler im Gasthaus „Zum Bader“ von umfangreichen Säuberungsarbeiten im Echerntal und am Salzberg berichten, wo große Felsbrocken zertrümmert und entfernt wurden. Neue Bänke wurden aufgestellt, und das Geländer am Weg zum Goaßerbankerl wurde erneuert. Die umfangreichen Mäharbeiten im Sommer trugen zur Verbesserung der Wanderwege bei. Zudem wurden Sturmschäden beseitigt und neue Stufen am Weg vom Waldbachstrub Richtung Barfußweg errichtet. Die gute Zusammenarbeit mit Förster Norbert Meier und weiteren Partnern wurde ebenfalls hervorgehoben.

Engagement im Wegebau und Herausforderungen

Das Engagement des Wegeverschönerungsvereins Hallstatt ist Teil einer größeren Bewegung, die in Österreich und darüber hinaus zahlreiche Ehrenamtliche umfasst. Der Deutsche Alpenverein beispielsweise hält rund 30.000 Kilometer alpine Wege instand, wobei sich jährlich zahlreiche Freiwillige mit etwa 50.000 Stunden für den Erhalt der Wege einsetzen. Angesichts der steigenden Kosten für die Instandhaltung, die sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt haben, ist die Unterstützung durch Unternehmenspartnerschaften und Sponsoring von großer Bedeutung. Auch die Herausforderungen durch den Klimawandel, die zu häufigeren und gravierenderen Schäden an Wanderwegen führen, machen das ehrenamtliche Engagement umso wertvoller.

Die Arbeit der Ehrenamtlichen im Wegebau ist nicht nur für die Erhaltung der Wanderwege entscheidend, sondern fördert auch den Teamgeist und das Gemeinschaftsgefühl. Aktionen wie die Müllsammelaktion #hikeuppickup zeigen, wie wichtig der Zusammenhalt in der Natur ist. In diesem Kontext ist die Arbeit des Wegeverschönerungsvereins Hallstatt ein leuchtendes Beispiel für die Bedeutung von lokalem Engagement und Gemeinschaftssinn.

Für weiterführende Informationen über die Aktivitäten des Wegeverschönerungsvereins Hallstatt besuchen Sie bitte die Tipps.at oder MeinBezirk.at. Sie können auch mehr über die Herausforderungen im Wegebau und die Initiativen des Deutschen Alpenvereins auf BR.de erfahren.