Am 3. März 2026 wird im Klinikum Grieskirchen gestreikt. Dies folgt auf die sechste Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag für die Ordensspitäler in Oberösterreich, die ohne Durchbruch endete. Die Gewerkschaft Vida hat angekündigt, die Streikvorbereitungen weiter voranzutreiben. Ein nächster Verhandlungstermin ist für Donnerstag, den 12. März, angesetzt. Leider haben die Arbeitgeber in den vergangenen Runden kein eigenes Gegenangebot zur Arbeitszeitverkürzung vorgelegt, was die Verhandlungen zusätzlich erschwert.
Die Gewerkschaft Vida hat in den letzten Verhandlungen mehrfach Kompromissangebote unterbreitet, um zu einer Lösung zu gelangen. Trotz dieser Bemühungen zeigen die Arbeitgeber keine Bereitschaft, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dies führt die vida-KV-Verhandlerin Martina Reischenböck zu der Feststellung, dass ohne Entlastung keine spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen möglich ist. Besonders wichtig bleibt die Arbeitszeitverkürzung, die als zentraler Streitpunkt gilt. Die Gewerkschaft fordert ernsthafte Vorschläge von den Arbeitgebern, um die Situation zu entschärfen.
Politische Verantwortung und Frauenanteil
Ein weiterer Aspekt, der in dieser Diskussion nicht zu kurz kommen sollte, ist die politische Verantwortung des Landes Oberösterreich. Dieses unterstützt die Ordensspitäler finanziell und wird aufgefordert, aktiv zu werden, um die Situation für die Beschäftigten zu verbessern. Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander steht in der Pflicht, sich für die Belange der Mitarbeiter:innen und die Patient:innenversorgung einzusetzen.
Es ist auch erwähnenswert, dass rund 80 Prozent der Beschäftigten in den Ordensspitälern Frauen sind. Diese Tatsache sollte bei den Verhandlungen und der politischen Diskussion stärker berücksichtigt werden. Die Gewerkschaft Vida hat die Streikankündigung frühzeitig bekannt gegeben, um Planungssicherheit in den Spitälern zu gewährleisten. Zudem bietet sie ein geordnetes Herunterfahren des Betriebs an, um die Versorgungssicherheit während des Streiks nicht zu gefährden.
Ausblick auf die Verhandlungen
Die aktuelle Situation im Klinikum Grieskirchen ist ein Spiegelbild der Herausforderungen, mit denen die Ordensspitäler in Oberösterreich konfrontiert sind. Die Gewerkschaft bleibt gesprächsbereit, jedoch ist es unerlässlich, dass die Arbeitgeber ernsthafte und konstruktive Vorschläge vorlegen, um eine Lösung zu finden. Die nächsten Verhandlungen am 12. März könnten entscheidend sein, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und einen Streik abzuwenden. Weitere Informationen finden Sie in den Artikeln auf Tips und Vida.