Die Zukunft der jungen Selbständigen in Oberösterreich stand am 17. Juni 2025 im Fokus einer inspirierenden Veranstaltung der JWOÖ (Junge Wirtschaft Oberösterreich). Unter dem Motto „Nachhaltigkeit und Innovation“ trafen sich zahlreiche Interessierte am Forschungscampus der Firma VTA in Rottenbach. VTA ist bekannt für die Entwicklung von Technologien, die den Zugang zu sauberem Wasser erleichtern. Die Prokuristin Marlen Kubinger, selbst Jungunternehmerin, führt das Unternehmen in die Zukunft und setzt dabei auf nachhaltige Lösungen.

Es war ein eindrucksvoller Nachmittag mit spannenden Gesprächspartnern. Marc Simmer, Geschäftsführer der Innovationsfirma SIHGA GmbH, und Mario Hofer, Gründer von PUROLEX, zwei Unternehmen, die in ihren Branchen Maßstäbe setzen. SIHGA hat über 100 Patente im Holzbau und betont die Wichtigkeit von Ressourcenschonung in der heutigen Zeit. Simmer stellte klar, dass Nachhaltigkeit, Qualität und Innovation hand in hand gehen müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Weiters sprach Hofer über die gesellschaftliche Verantwortung und die Bedeutung regionaler Wertschöpfung. PUROLEX, gegründet 2012, hat sich mittlerweile als Komplettanbieter für Hygiene- und Gastronomielösungen etabliert und mit über 100.000 Kunden einen breiten Kundenstamm aufgebaut.

Vernetzung für den Erfolg

Ein zentrales Ziel der Veranstaltung war es, junge Selbständige zu motivieren, innovative Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten. Dabei sind Netzwerke und Kooperationen essenziell. Dies wird sowohl im Rahmen regionaler Fabrik-Sharing-Modelle angestrebt, die als Katalysator für eine stärkere Resilienz von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gelten. Es wird angestrebt, regionale Kapazitätsnachfrager und -anbieter zusammenzuführen und die Produktion flexibler und agiler zu gestalten. Dies kann helfen, die Anfälligkeit von Lieferketten zu reduzieren und die Effizienz von Produktionsprozessen zu steigern. Über die online Plattform RegioFab wird die Grundlage für den Aufbau von regionalen Wertschöpfungsnetzwerken gelegt, was auch die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe erhöht, wie zukunft-der-wertschoepfung berichtet.

Ein interessanter Aspekt, der in den Gesprächen ebenso angesprochen wurde, ist die Anwendung biologisch inspirierter Methoden für eine nachhaltige Produktion. Hierzu zählen Konzepte wie die kollaborative Ressourcennutzung, inspiriert von Amöben, oder die intelligente Vernetzung, die sich am Sozialverhalten von Bienen orientiert. Diese Ansätze sollen nicht nur die Effizienz der Unternehmen im Werkzeugbau steigern, sondern auch eine nachhaltige Gestaltung der Wertschöpfungsketten fördern, wie das Projekt „Biologisch-inspirierte nachhaltige Produktion der Zukunft“ zeigt. Experten der RWTH Aachen und anderer Partner arbeiten an der Entwicklung von Bereichen, die kleine und mittelständische Unternehmen in diesen Innovationsprozess einbeziehen können, gemäß den Ausführungen von industrieanzeiger.

Die Teilnehmer der Veranstaltung waren sich einig: Um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern, bedarf es einer verstärkten Zusammenarbeit, innovativer Ansätze und einer klaren Ausrichtung auf Nachhaltigkeit. Weg von den traditionellen Denkmustern hin zu neuen, flexiblen Lösungen, die sowohl die Umwelt als auch die Wirtschaft im Blick behalten.