Am 12. Februar 2026 wurden in Grieskirchen sieben neue Erbhöfe aus den Bezirken Eferding und Grieskirchen geehrt. Diese besondere Auszeichnung wurde von Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrätin Michaela Langer-Weninger, beide von der ÖVP, überreicht. Der Ehrentitel „Erbhof“ wird an landwirtschaftliche Betriebe verliehen, die seit mindestens 200 Jahren von derselben Familie bewirtschaftet werden. In diesem Jahr stammen sechs der ausgezeichneten Betriebe aus Hinzenbach, während einer aus Peuerbach kommt.
Michaela Langer-Weninger hob in ihrer Rede die bedeutende Rolle der Erbhöfe hervor. Sie betonte die Verbindung von Tradition, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Stärke, die diese Betriebe verkörpern. Erbhöfe tragen nicht nur zur Bewahrung von Kultur und Wissen bei, sondern sichern auch hochwertige Lebensmittel und stärken die regionalen Kreisläufe. Thomas Stelzer ergänzte, dass die bäuerlichen Familien eine große Verantwortung für Natur, Umwelt und Gesellschaft tragen.
Die ausgezeichneten Betriebe
- Thomas Edlmüller (Michlmayrgut, Hinzenbach)
- Franz Eschlböck (Edtmayr in Sperneck, Hinzenbach)
- Friedrich Hehenberger (Lehnergut, Hinzenbach)
- Joachim Jungreithmeier (Garbergut, Hinzenbach)
- Christian Mallinger (Wastlbauer, Peuerbach)
- Kurt und Elisabeth Schölnberger (Haimgut, Hinzenbach)
- Herbert Wagner (Behamgut, Hinzenbach)
Die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft spielt in der heutigen Zeit eine immer wichtigere Rolle. Aufgrund globaler Umweltprobleme und des Klimawandels ist die Förderung einer nachhaltigen Bewirtschaftung unerlässlich. Laut dem Grünen Archiv war im Jahr 2023 der Anteil der Bio-Betriebe in Deutschland bereits bei 14,6%, mit einem ökologischen Flächenanteil von knapp 2 Millionen Hektar. Dies zeigt, dass die Gesellschaft zunehmend Wert auf nachhaltige Praktiken legt, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch die Biodiversität fördern.
Die Zukunft der Landwirtschaft
Die Erbhöfe, die in Grieskirchen geehrt wurden, sind ein hervorragendes Beispiel für die Verbindung von Tradition und modernen Anforderungen an die Landwirtschaft. Sie zeigen, dass es möglich ist, alte Traditionen mit neuen, nachhaltigen Methoden zu kombinieren. Herausforderungen wie das Brechen mit alten Gewohnheiten und die Integration ökologischer Maßnahmen in die Produktion sind dabei von großer Bedeutung. Die Empfehlungen der EAT Lancet Commission zur Planetary Health Diet machen deutlich, dass eine gesunde Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft Hand in Hand gehen.
Die ausgezeichneten Betriebe in Grieskirchen sind nicht nur Wächter von Tradition und Geschichte, sondern auch Wegbereiter für eine nachhaltige Zukunft in der Landwirtschaft. Diese Auszeichnung ist ein klares Zeichen dafür, dass die Bemühungen um eine umweltfreundliche, sozial gerechte und ökonomisch tragfähige Landwirtschaft in den Vordergrund rücken müssen.