In Gmunden gibt es einen bemerkenswerten Wechsel im Trainerteam der Frauenfußballmannschaft. Peter Märzendorfer hat seine Tätigkeit als Cheftrainer aus beruflichen Gründen beendet und übergibt das Zepter an Jürgen Wabitsch. Märzendorfer legte sein Amt vor Beginn der Rückrunde nieder, da gravierende Umorganisationen in seinem Beruf seine volle Aufmerksamkeit erfordern. Er möchte, dass das Team die bestmögliche Betreuung erhält und ist nicht bereit, die Traineraufgaben nur halbherzig zu erledigen, da ihm die Mannschaft am Herzen liegt. Diese Informationen stammen aus einem Bericht von Tips.at.
Unter Märzendorfers Leitung hat sich das Team von anfangs nur 6-7 Spielerinnen zu einem stabilen Kader entwickelt. In seiner ersten Saison erreichte die Mannschaft den dritten Tabellenrang und blieb im vergangenen Herbst in acht Spielen ungeschlagen, was den ersten Platz in der Tabelle zur Folge hatte. Märzendorfer war maßgeblich an dieser Aufbauarbeit beteiligt und äußerte, dass die Chancen auf den Meistertitel weiterhin intakt sind, auch wenn er betont, dass es noch zu früh sei, um über den Titel zu sprechen. Er plant, die zweite Saisonhälfte mit Wehmut zu verfolgen, da er das Team seit Sommer 2023 begleitet hat.
Der neue Trainer und seine Herausforderung
Jürgen Wabitsch, der bereits im vergangenen Herbst als Individualtrainer mit dem Team gearbeitet hat, übernimmt nun die sportliche Verantwortung. Er kennt die Spielerinnen gut und bringt wertvolle Erfahrung mit, die er zuvor im Nachwuchs des SV Ried, beim Frauenteam des FC Altmünster und in der LT1-O.Ö.-Liga beim ASV Niederthalheim gesammelt hat. Unterstützt wird er von Co-Trainerin Iren Toth. Wabitsch äußert, dass man keine Garantie auf den ersten Rang geben kann, da auch andere Teams um den Meistertitel kämpfen.
Die sportliche Herausforderung ist nicht zu unterschätzen. Die Integration von sportpsychologischen Faktoren in die Trainerarbeit wird immer wichtiger. Dies zeigt sich auch in der Ausbildung von Trainerinnen, die vom DFB (Deutscher Fußball-Bund) gefördert wird. Sportpsychologen arbeiten zunehmend in Leistungszentren und Nationalteams, um Trainerinnen praxisnahe Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie in ihrer Führungsrolle und bei der Betreuung ihrer Spielerinnen unterstützen. Die Rolle des Trainers wird dabei als Schlüsselposition hervorgehoben, in der regelmäßige Selbstreflexion unerlässlich ist. Hierbei wird Sportpsychologie als gleichwertig zu Technik, Taktik und Athletik angesehen und bietet noch ungenutztes Potenzial für die Weiterentwicklung im Fußball.
Der Blick in die Zukunft
Die kommenden Monate werden entscheidend sein für das Team aus Gmunden. Märzendorfer wünscht dem neuen Coach und der Mannschaft, dass sie keine schweren Verletzungen erleiden und für ihre Anstrengungen belohnt werden. Auch wenn die sportlichen Ziele hochgesteckt sind, bleibt der Spaß am Fußball ein zentraler Aspekt, den es zu bewahren gilt. Die Integration sportpsychologischer Aspekte könnte dabei helfen, die Teamdynamik zu stärken und die Spielerinnen optimal auf die Herausforderungen der Saison vorzubereiten.
Für weitere Informationen zu den Entwicklungen im Frauenfußball und zur Rolle der Sportpsychologie in der Trainer*innenausbildung, können Sie den Artikel auf der Webseite des DFB lesen hier.