Im Dekanat Gmunden stehen spannende Veränderungen an. Im Herbst 2025 startet die diözesane Pfarrstrukturreform, die darauf abzielt, neue Pfarren als pastorale Räume mit Pfarrteilgemeinden zu bilden. Dies wurde in einer Auftaktveranstaltung im Pfarrheim Laakirchen mit knapp 200 Vertretern aus 12 Pfarren vorgestellt. Die anwesenden Teilnehmer diskutierten Chancen und Herausforderungen des Prozesses und betonten die Notwendigkeit von Klarheit, Transparenz und einem achtsamen Umgang miteinander.
Ein Grobkonzept für ein gemeinsames Pastoralkonzept wird erarbeitet, um Ziele und Schwerpunkte für die seelsorgliche Arbeit festzulegen. Der Dekan Franz Starlinger hebt die Vorteile von Kooperationen und die Notwendigkeit der Reform hervor. Die Umsetzung dieser Reform wird von der Stabsstelle Pfarrstruktur unter der Leitung von Christoph Lauermann koordiniert, der auch die Beibehaltung eines flächendeckenden Netzes an Pfarren in Oberösterreich betont.
Struktur und Verantwortlichkeiten
Die neue Struktur sieht vor, dass 39 Pfarren aus mehreren Pfarrteilgemeinden gebildet werden. Diese Pfarren behalten eine weitgehende Selbstständigkeit, profitieren jedoch von der Zusammenarbeit innerhalb der Pfarre. Die Pfarren werden von einem Pfarrer und zwei Vorständen geleitet, die haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter einbeziehen. Die Mitglieder für Seelsorgeteams und den Pfarrlichen Pastoralrat werden gesucht, um ein starkes Fundament für die zukünftige Arbeit zu schaffen.
Zu den leitenden Personen gehören der Pfarrer KonsR Mag. Franz Starlinger, der seit 2004 Dechant im Dekanat Gmunden ist, der Pastoralvorstand Mag. Martin Mitterwallner, der seit 2014 Seelsorgeteam-Begleiter ist, sowie der Verwaltungsvorstand Daniel Sturm, BA MA, der seit 2021 Leiter eines Alten- und Pflegeheims ist. Diese Ernennungen sind entscheidend für den erfolgreichen Verlauf der Reform, die im Herbst 2026 in die praktische Phase eintreten wird.
Ein Ausblick auf die Zukunft
Die ersten Aufgaben der neuen Struktur umfassen die Besprechung konkreter Aufgaben mit den hauptamtlichen Mitarbeitern und die Umsetzung des Pastoralkonzeptes. Ab dem 1. Januar 2027 wird die rechtliche Gründung als Pfarre vollzogen, und die neu gewählten Leitungspersonen nehmen ihre Arbeit im gemeinsamen Büro auf. Die Reform zielt darauf ab, die Zusammengehörigkeit und Verantwortung in der Gemeinschaft vor Ort zu fördern und innovative Projekte sowie pastorale Initiativen in das gemeinsame Pfarrleben zu integrieren.
Die Reform im Dekanat Gmunden ist Teil eines größeren Trends, der in verschiedenen Diözesen zu beobachten ist. Ein ähnliches Programm namens „Seelsorge in neuen Strukturen“ in der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat das Ziel, sich an veränderte pastorale Anforderungen anzupassen und die Seelsorge zu vernetzen. Hier sollen bis 2030 50 bis 80 neue Kirchengemeinden gebildet werden, um die Kirche nah bei den Menschen und ihren Lebenswirklichkeiten zu verankern. Auch hier bleibt die Vielfalt der bestehenden Gemeinden von großer Bedeutung, um voneinander zu lernen und Synergieeffekte zu schaffen.
Die Reform im Dekanat Gmunden ist somit nicht nur ein lokales Unterfangen, sondern Teil eines übergreifenden Prozesses, der die katholische Kirche in Österreich und darüber hinaus betrifft. Die Herausforderungen sind vielfältig, doch die Chancen, die sich aus einer effektiven Zusammenarbeit ergeben, sind enorm. Bleiben Sie gespannt, wie sich diese Entwicklungen weiter entfalten werden. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite der Diözese Linz sowie bei Tips.