Die Rückkehr der Störche nach Freistadt sorgt für Freude und Aufregung. Zwei Störche haben sich auf dem Schlot der Braucommune Freistadt niedergelassen, nachdem sie aus ihrem Winterquartier zurückgekehrt sind. Die beiden Vögel nutzen die Gelegenheit, um ihr Nest in luftigen Höhen auszubessern und sich auf die kommende Brutzeit vorzubereiten. Die Störche sind nicht nur ein schöner Anblick, sondern auch ein Zeichen für die erfolgreiche Brutzeit in der Region.
Im Jahr 2025 war die Weißstorchpopulation in Oberösterreich besonders erfreulich. Insgesamt wurden 46 Jungstörche erfolgreich ausgeflogen, was die Rückkehr der Störche umso bedeutender macht. Laut einer Berichterstattung von Tips gab es vier Neuansiedelungen des Weißstorchs in Oberösterreich, unter anderem in Aigen-Schlägl, Rainbach, St. Georgen im Attergau und Perg, wo neue Horste gegründet wurden. Insgesamt wurden 22 Brutpaare festgestellt, von denen 17 erfolgreich Jungvögel aufziehen konnten.
Erfolgreiche Brutpaare und ihre Nester
Besonders hervorzuheben ist der Horst in Perg (Bahnhof), der mit fünf geschlüpften und erfolgreich ausgeflogenen Jungvögeln aufwarten kann. Auch in Weißenkirchen/Moos, Reichenthal, Haslach und Ulrichsberg wurden jeweils vier Jungstörche erfolgreich aufgezogen. Diese Zahlen belegen, dass die Weißstorchsaison in Oberösterreich als erfolgreich betrachtet werden kann, trotz einzelner Ausfälle und unbesiedelter Horste. In St. Oswald bei Freistadt war ein Storchenpaar anwesend, jedoch kam es zu keiner Brut, was die Herausforderungen der Art verdeutlicht.
In Bad Leonfelden gab es einen bemerkenswerten Vorfall: Ein Jungstorch fiel in ein Schwimmbecken und wurde von der Feuerwehr geborgen. Nach einer Pflege konnte der Storch wieder freigelassen werden, was das Engagement des Naturschutzes in der Region zeigt. Die Aufzucht der Jungstörche ist jedoch nicht überall reibungslos verlaufen. In Arbing kam es zu keinem Brutversuch aufgrund einer Verletzung des Weibchens, was die Verletzlichkeit dieser majestätischen Vögel unterstreicht.
Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
Die Weißstörche stehen vor verschiedenen Herausforderungen. In St. Georgen im Attergau wurde ein Brutversuch auf einem Hochspannungsmast nicht genehmigt, und eine Ersatzplattform wurde nicht angenommen. In Aigen-Schlägl wurde ein Horst auf einer Granitsäule errichtet, der durch starken Wind abgetragen wurde; eine neue Nisthilfe wurde jedoch bereitgestellt. In Rainbach im Mühlkreis wurde ein Horst auf einem Handymast entdeckt, der 2024 begonnen wurde, und zwei Jungstörche flogen erfolgreich aus.
Die Rückkehr der Störche nach Freistadt ist ein positives Signal für die Biodiversität in der Region. Die vergangene Saison zeigt, dass die Bemühungen um den Schutz und die Förderung dieser faszinierenden Vögel Früchte tragen. Mit einer Gesamtzahl von 22 Brutpaaren und einem relativen Bruterfolg von 2,09 Jungvögeln pro Horstpaar ist die Aussicht auf die kommende Brutzeit optimistisch. Weitere Informationen zu den Weißstörchen in Oberösterreich sind in einem Bericht von MeinBezirk und dem Naturschutzbund OÖ zu finden.