Heute ist der 27.02.2026 und in Freistadt hat sich ein spannendes Projekt entwickelt, das die Wünsche der Schüler in eine neue „Pflanzen“-App einfließen lässt. Die App, die in Hagenberg im Mühlkreis entwickelt wurde, zielt darauf ab, nützliche Informationen über Pflanzen bereitzustellen. Die Schüler hatten die Möglichkeit, aktiv ihre Ideen und Wünsche für diese App einzubringen, was zeigt, wie wichtig die Stimme der jüngeren Generation in der Technologieentwicklung ist. Die Veröffentlichung der App ist für einen späteren Zeitpunkt geplant, doch der Enthusiasmus der Schüler ist bereits jetzt spürbar.
Doch was macht eine solche App so interessant? Da kommt die App „Flora Incognita“ ins Spiel, die seit Frühjahr 2018 verfügbar ist und über 500.000 Installationen in den ersten 15 Monaten verzeichnen konnte. Sie ist ein hervorragendes Beispiel für die digitale Unterstützung der Pflanzenbestimmung, die insbesondere für Naturfreundinnen und Naturfreunde ohne botanische Vorkenntnisse gedacht ist. Die App ermöglicht es den Nutzern, Pflanzen oder Pflanzenteile zu fotografieren und erhält sofortige Vorschläge zum Namen der Pflanze sowie weiterführende Informationen. Dieses Projekt, das bis zum 31.09.2024 läuft und ein Finanzvolumen von 2.380.000 € hat, zeigt, dass das Interesse an botanikfreundlichen Technologien stetig wächst. Mehr Informationen dazu finden Sie in der ausführlichen Projektbeschreibung unter diesem Link.
Gemeinsame Ziele und Herausforderungen
Ein zentrales Anliegen der „Flora Incognita“ App ist die Verbesserung der Bestimmungsgenauigkeit und die Integration von für die Bestimmung kritischen Taxa. Außerdem wird die App in Kooperation mit Behörden, Fachgesellschaften und Wissenschaftlern weiterentwickelt, um eine umfassende Erfassungsmethodik zu erarbeiten. Ein weiterer spannender Aspekt ist das Flora Capture Citizen Science Projekt, das darauf abzielt, das Wissen über Pflanzenarten bei Hobbybotanikern zu schulen und Daten zu Monitoring-Fragestellungen zu erheben.
In diesem Kontext zeigt sich, dass Gärten eine Schlüsselrolle für die Biodiversität spielen. Kleingärten gelten als Hotspots der Biodiversität, wie der BKD-Bundesfachberater Thomas Kleinworth betont. Das Projekt GartenDiv zielt darauf ab, eine flächendeckende Erhebung zur Gartenbiodiversität in Deutschland durchzuführen. Hierbei wird die Flora Incognita App angepasst, um die pflanzliche Vielfalt in Gärten zu erfassen. Gärtner:innen haben die Möglichkeit, Pflanzen zu fotografieren und ihre Beobachtungen zu dokumentieren. So wird ein wertvoller Beitrag zum Schutz bedrohter Insektenarten wie Wildbienen geleistet und gleichzeitig das Umweltbewusstsein gefördert. Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel über das Projekt unter hier.
Fazit
Die Entwicklungen rund um die neue „Pflanzen“-App in Freistadt und die „Flora Incognita“ App verdeutlichen, wie Technologie und gemeinschaftliches Engagement Hand in Hand gehen können, um die Natur besser zu verstehen und zu schützen. Die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung solcher Projekte teilzuhaben, inspiriert nicht nur die Schüler, sondern auch viele andere Naturinteressierte. Die Zukunft der Pflanzenforschung sieht vielversprechend aus, und wir dürfen gespannt sein, welche weiteren Innovationen uns in diesem Bereich erwarten werden.