Am 12. Februar 2026 wurde in der Wirtschaftskammer Freistadt ein bedeutendes Ereignis gefeiert: die offizielle Gründung der Gemeinschaftsstiftung Mühlviertel. Unter dem Leitmotiv „Miteinander. Füreinander.“ versammelten sich zahlreiche Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um dieses wichtige Projekt zur regionalen Entwicklung zu unterstützen. Die Gemeinschaftsstiftung hat sich das Ziel gesetzt, die Lebensqualität im Mühlviertel zu verbessern und bürgerschaftliches Engagement sowie den Zusammenhalt in der Region zu stärken.
Die Stiftung wird von einem engagierten Team geleitet, das aus ehrenamtlichen Vorständen, Beiräten und Rechnungsprüferinnen besteht. Alois Hochedlinger übernimmt den Vorsitz, unterstützt von Johannes Hinterreither-Kern als Stellvertreter sowie Josef Lindner, Wolfgang Gutenthaler und Franz Karl Prüller. Der Beirat setzt sich aus Andrea Wildberger, Maria Atteneder, Markus Kreisel, Hans Pum und Dietmar Wolfsegger zusammen. Die Rechnungsprüferinnen Romana Hödlmayer-Leopoldseder und Susanne Pilgerstorfer sorgen für die finanzielle Transparenz der Stiftung.
Gemeinnützige Projekte im Fokus
Die Gemeinschaftsstiftung Mühlviertel sucht aktiv nach gemeinnützigen Projekten im Bezirk Freistadt, die bis zum 27. März 2026 eingereicht werden können. Die Projekte sollen insbesondere die Lebensqualität für Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren und beeinträchtigte Menschen verbessern. Alois Hochedlinger betonte, dass die Stiftung eine einfache Unterstützung für Projekte mit Mehrwert für die Region bieten möchte. Dies geschieht im Rahmen des ersten Förderaufrufs, der speziell auf diese Zielgruppen ausgerichtet ist.
Die Trägerschaft der Stiftung liegt bei den Leader-Regionen Mühlviertler Kernland und Mühlviertler Alm, die aktiv zur Umsetzung der Projekte beitragen möchten. Die Gemeinschaftsstiftung ist Teil eines größeren Netzwerks, in dem in Österreich rund 950 gemeinnützige Stiftungen und Fonds jährlich einen Beitrag von etwa 130 Millionen Euro zur Finanzierung gesellschaftlicher Projekte leisten. Der Verband für gemeinnütziges Stiften hat die Entstehung der Gemeinschaftsstiftung Mühlviertel begleitet und bietet Unterstützung für ähnliche Initiativen.
Die Rolle der Stiftungen in der Gesellschaft
Stiftungen wie die Gemeinschaftsstiftung Mühlviertel spielen eine zentrale Rolle in der Gesellschaft, indem sie sich auf die Anliegen der Menschen in einer Stadt oder Region fokussieren. Die Mittel werden über ein dauerhaftes Stiftungskapital langfristig gebunden, was eine nachhaltige Finanzierung von Projekten ermöglicht. Der Gedanke hinter der Gründung von Stiftungen ist es, ein „eigentümerloses“ Vermögen einem bestimmten Zweck zuzuführen und damit positive Veränderungen in der Gesellschaft zu bewirken.
Die Errichtung einer Stiftung folgt bestimmten rechtlichen Rahmenbedingungen, die durch das Privatstiftungsgesetz von 1993 geregelt sind. Dieses Gesetz hat in den letzten Jahrzehnten dazu beigetragen, dass Stiftungen in Österreich zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Erfahrungen mit der ersten Generation von Stiftern haben jedoch auch gezeigt, dass es notwendig ist, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, um mehr unternehmerische Flexibilität zu ermöglichen.
Für weiterführende Informationen über die Gemeinschaftsstiftung Mühlviertel und deren Projekte besuchen Sie bitte die offizielle Website www.gemeinschaftsstiftung-muehlviertel.at. Für einen umfassenden Überblick über das Stiftungswesen in Österreich kann auch der Stiftungsverband besucht werden. Diese Initiativen sind entscheidend, um die sozialen Herausforderungen in der Region Mühlviertel zu bewältigen und die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger zu steigern.