Aschermittwoch, der 14. Februar 2026, läutet in Freistadt den Beginn der Fastenzeit ein. An diesem besonderen Tag haben die Gläubigen die Möglichkeit, das Aschenkreuz zu empfangen, ein Zeichen der Buße und der Umkehr. Die Stadtpfarrkirche bietet dafür mehrere Optionen an: Ein „Aschenkreuz to go“ steht den ganzen Tag über bereit, sodass die Asche samt Gebet jederzeit empfangen werden kann. Für diejenigen, die eine persönliche Segnung bevorzugen, sind Seelsorger um 7.30 Uhr und 11.30 Uhr in der Kirche, um das Aschenkreuz mit einem Gebet auf die Stirn zu zeichnen. Um 19 Uhr findet zusätzlich ein Gottesdienst statt, in dem das Aschenkreuz empfangen werden kann. Weitere Informationen hierzu sind auf tips.at verfügbar.

Aschermittwoch ist nicht nur ein Tag des Empfangs von Asche, sondern auch ein traditioneller Fast- und Abstinenztag in der katholischen Kirche. An diesem Tag verzichten die Gläubigen auf Fleisch und genießen stattdessen Fischspeisen, wobei Hering als besonders beliebte und einst günstige Wahl gilt. Während der Fastenzeit, die 40 Tage dauert und an die Tage erinnert, die Jesus in der Wüste verbrachte, wird auf eine volle Mahlzeit pro Tag und zwei kleine Stärkungen geachtet. Verpflichtet zum Fasten sind alle, die zwischen 21 und 60 Jahre alt sind, es sei denn, gesundheitliche Gründe stehen dem im Weg. Hierbei wird auch auf das Abstinenzgebot geachtet, das jeden Freitag im Gedenken an den Tod Jesu zum Verzicht auf Fleisch aufruft.

Traditionen und Bräuche

Die Tradition des Aschenkreuzes reicht bis in die Spätantike zurück und wird seit dem Mittelalter in der gesamten Kirche praktiziert. Die Asche, die an diesem Tag verwendet wird, stammt von den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres, die während des Palmsonntags geweiht wurden. Der Empfang des Aschenkreuzes soll die Gläubigen an die Vergänglichkeit des Lebens erinnern und sie zur Umkehr aufrufen. Bei der Spendung spricht der Priester die eindringlichen Worte: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ oder „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“.

In der evangelischen Kirche wird Aschermittwoch ebenfalls gefeiert, oft in Form von Bußgottesdiensten. Die liturgische Farbe des Tages ist Violett, was die ernste Stimmung der Bußzeit widerspiegelt. Es ist wichtig zu erwähnen, dass Aschermittwoch ein strikter Fasten- und Abstinenztag ist, an dem Deutsche Arbeitgeber verpflichtet sind, ihre Angestellten für den Besuch eines Gottesdienstes ohne Lohnfortzahlung freizustellen. Ebenso können katholische Schüler sich vom Unterricht befreien lassen, um an der heiligen Messe teilzunehmen.

Ein Blick auf die Fastenzeit

Die Fastenzeit selbst ist eine wichtige Zeit im liturgischen Kalender und beginnt am Aschermittwoch, der 46 Tage vor dem Ostersonntag liegt. Diese Zeit ist nicht nur eine Gelegenheit zur inneren Einkehr, sondern auch eine Einladung, durch Verzicht und Werke der Nächstenliebe anderen zu helfen. Die Ersparnisse, die aus dem Verzicht auf Fleisch stammen, sollten idealerweise für Menschen in Not verwendet werden.

Zusammengefasst ist der Aschermittwoch ein bedeutsamer Tag, der die Gläubigen in Freistadt und darüber hinaus an die Traditionen des Glaubens und die Bedeutung der Buße erinnert. Die verschiedenen Möglichkeiten, das Aschenkreuz zu empfangen, bieten jedem die Gelegenheit, diesen Tag auf eine persönliche Weise zu begehen und sich auf die bevorstehende Fastenzeit einzustellen. Weitere Details zur Bedeutung und den Bräuchen rund um den Aschermittwoch sind in der Wikipedia nachzulesen.