Die Arbeitsmarktsituation im Bezirk Freistadt hat sich zum Ende März 2026 deutlich verbessert. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 2,9 Prozent, was einem Rückgang von 1,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Februar entspricht. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich ein Rückgang von 0,4 Prozentpunkten. Aktuell sind beim AMS Freistadt 882 Personen arbeitslos gemeldet, darunter 400 Frauen und 482 Männer. Diese Zahlen bedeuten einen Rückgang um 129 Personen oder 12,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und sind der stärkste Rückgang aller oberösterreichischen Bezirke. Der positive Trend wird unter anderem durch den Beginn der Bausaison beeinflusst, was sich auch in einem Rückgang der Arbeitslosen im Bau- und Baunebengewerbe widerspiegelt – hier sind über 80 Personen weniger arbeitslos als im Vorjahr.
Zusätzlich gab es im März 2026 beim AMS Freistadt 190 gemeldete offene Stellen, was einem Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Februar entspricht. Von diesen Stellen sind 203 besetzbar, was einen Zuwachs von 7,4 Prozent darstellt. AMS-Leiter Alois Rudlstorfer äußerte sich positiv zur arbeitsmarktpolitischen Entwicklung und betonte, dass trotz unvorhersehbarer globaler Entwicklungen die Situation erfreulich ist. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit betrifft sowohl Frauen als auch Männer und zeigt sich über alle Altersgruppen hinweg.
Vergleich mit vorherigen Monaten
<pIm Februar 2023 betrug die Arbeitslosenquote in Freistadt noch 4,2 Prozent, was einen Anstieg um 0,5 Prozentpunkte im Jahresvergleich darstellt. Zu diesem Zeitpunkt waren 1.302 Personen arbeitslos vorgemerkt, darunter 451 Frauen und 851 Männer. Im Vergleich zum Jänner 2023 gab es jedoch einen Rückgang um 89 Personen. Damals war die Nachfrage nach Arbeitskräften rückläufig, was sich in einem Rückgang der offenen Stellen um 101 auf 473 niederschlug. Besonders betroffen waren technische und Büroberufe, während in Gesundheitsberufen und Fremdenverkehrsberufen eine steigende Nachfrage zu verzeichnen war.
Die Jugendarbeitslosigkeit stellte ebenfalls ein besorgniserregendes Thema dar, mit 169 jungen Menschen unter 25 Jahren, die arbeitslos waren, was eine Zunahme von 47 im Jahresvergleich bedeutete. Weniger Neueinstellungen könnten als einer der Gründe für den Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit angesehen werden. Im Lehrstellenmarkt wurden jedoch 200 offene Lehrstellen gemeldet, was Hoffnung auf Besserung gibt.
Langfristige Entwicklungen
Die aktuellen Entwicklungen sind Teil eines größeren Trends. Das AMS veröffentlicht monatliche Daten zum Arbeitsmarkt, die im Arbeitsmarktinformationssystem (AMIS) des BMASGPK zugänglich sind. Die Situation am Arbeitsmarkt bleibt angespannt, insbesondere mit Blick auf die prognostizierte Erholung der Wirtschaft. Laut Berichten könnten die Auswirkungen des Iran-Kriegs auch in den kommenden Jahren spürbar sein. Im März 2026 waren 322.727 Menschen beim AMS arbeitslos gemeldet, und die geschätzte Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung lag bei 7,5 Prozent.
Die Lage zeigt regional große Unterschiede, wobei die höchste Arbeitslosenquote weiterhin in Wien zu verzeichnen ist. In Freistadt jedoch können die aktuellen Zahlen als positives Signal gewertet werden. Auch die Zahl der langzeitbeschäftigungslosen Personen, die länger als 365 Tage beim AMS vorgemerkt sind, hat in den letzten Jahren zugenommen, was auf anhaltende Herausforderungen im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit hinweist.
Für den Bezirk Freistadt bleibt es wichtig, die positive Entwicklung weiter zu verfolgen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die Arbeitsmarktsituation nachhaltig zu stabilisieren. Weitere Informationen zu den Details der Arbeitsmarktentwicklung finden Sie in den Berichten des AMS.