Heute, am 12.02.2026, durften 18 Klassen aus Oberösterreich das Linzer Landhaus besuchen, darunter auch Schüler der TNMS Eferding Nord und der TNMS St. Agatha. Diese Initiative bietet den jungen Menschen die Möglichkeit, einen direkten Kontakt zu Politikern herzustellen und einen Einblick in die Arbeit des Landtags zu erhalten. Der Anlass war ein Workshopprogramm namens „Werkstatt für Demokratie in Oberösterreich“, das speziell für Schüler der 5. bis 9. Schulstufe konzipiert wurde.
In den Workshops wurden verschiedene Themen behandelt, darunter Landespolitik, demokratische Abläufe und der Einfluss der Medien. Die TNMS Eferding Nord war mit Schülern der 1. bis 4. Schulstufe vertreten, während die digiTNMS St. Agatha mit der 4a-Klasse an dem Programm teilnahm. Landtagspräsident Max Hiegelsberger hob die Bedeutung einer frühzeitigen politischen Bildung hervor. Die Schüler hatten die Gelegenheit, Fragen an Abgeordnete aller Fraktionen zu formulieren und ihre Recherchen in Form von Medienbeiträgen umzusetzen. So gestalteten die Eferdinger Schüler einen Zeitungsbeitrag, während die Agathenser einen Film produzierten. Die fertigen Arbeiten sind online unter ooe-landtag.at verfügbar.
Politische Bildung erleben
Besuche in Landtagen sind eine hervorragende Möglichkeit, politische Bildung erlebbar zu machen. Ähnliche Programme sind auch in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen (NRW) und Brandenburg zu finden. In NRW beispielsweise benötigen Anmeldungen für solche Besuche etwa ein halbes Jahr Vorlaufzeit, und jährlich besuchen rund 35.000 Schüler der Jahrgänge 4 bis 10 den Landtag. Diese Programme sind speziell auf Tage ohne reguläre Plenarsitzungen ausgelegt, um den Schülern einen ungestörten Zugang zu den Abläufen zu ermöglichen.
In Brandenburg können sogar bereits Kita-Gruppen an diesen Besuchen teilnehmen. Hier werden die Kinder von einem Plüschadler namens Anton begleitet. Die Programme sind altersgerecht gestaltet und beinhalten neben Führungen auch Planspiele, in denen Schüler in die Rollen von Abgeordneten schlüpfen können. Diese interaktiven Elemente fördern das Verständnis für landespolitische Themen und demokratische Prozesse.
Demokratieschule und Austausch mit Abgeordneten
Ein weiteres Beispiel für die Förderung der politischen Bildung ist die Demokratieschule in NRW. Diese Plattform bietet Informationen über das politische System in Deutschland, die Aufgaben des Parlaments und die Arbeit der Abgeordneten. Teilnehmer haben die Möglichkeit, direkt mit Mitgliedern des Präsidiums zu diskutieren, Fragen zu stellen und Wünsche zu äußern. Die Präsidiumsmitglieder, wie André Kuper (CDU), Rainer Schmeltzer (SPD) und Berivan Aymaz (Grüne), stehen den Schülern zur Verfügung, um den Austausch zu fördern.
Solche Initiativen sind nicht nur für die Schüler von Bedeutung, sondern auch für die gesamte Gesellschaft. Ein frühzeitiges Verständnis für politische Prozesse und die aktive Teilnahme an der Demokratie sind entscheidend für die Entwicklung verantwortungsbewusster Bürger. Die positiven Rückmeldungen der Schüler zu diesen Programmen zeigen, dass der Bedarf an politischer Bildung in Schulen mehr als gegeben ist.