In der Region Eferding tut sich einiges im Bereich der erneuerbaren Energien. Christian Mühlböck, Geschäftsführer von M&M Energietechnik GmbH, sieht die Zukunft der Energieproduktion und -speicherung im Privatbereich äußerst positiv. In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird ein klarer Trend zu mehr E-Mobilität und intelligenten Softwarelösungen erwartet, die den Überblick über den Energiehaushalt erleichtern. Mühlböck hebt hervor, wie wichtig Künstliche Intelligenz und Digitalisierung für die Vernetzung und einfache Bedienung von Energielösungen wie Photovoltaikanlagen, Speichersystemen, Heizungen, Klimaanlagen und E-Autos sind. Ein praktischer Tipp zum Energiesparen: Größere Verbraucher aktivieren, wenn die Sonne Energie liefert. In Oberösterreich sind bereits viele Häuser mit PV-Anlagen ausgestattet, was die Weichen für eine nachhaltige Energiezukunft stellt.
Ein weiterer wichtiger Schritt in dieser Entwicklung ist die Gründung der Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG) im Eferdinger Land im Mai 2024. Ihr Ziel ist es, erneuerbaren Strom regional einzukaufen und zu einem leistbaren Tarif anzubieten. Aktuell hat die EEG 199 Mitglieder mit über 400 Zählpunkten und strebt ein stetiges Wachstum an. Allerdings stehen sie auch vor Herausforderungen, wie etwa der Sicherstellung der Datenqualität, die für Kontrolle und Abrechnung unerlässlich ist. Digitale Tools und Künstliche Intelligenz werden bereits in der Datenübermittlung und Abrechnung eingesetzt. Interessierte können der EEG ganz einfach über die Website eeg-eferdingerland.at beitreten oder per E-Mail und Telefon Kontakt aufnehmen.
Die Rolle erneuerbarer Energien in Deutschland
Auf nationaler Ebene zeigen die Zahlen für 2024, dass der Endenergieverbrauch für Wärme aus erneuerbaren Energien bei etwa 197 TWh liegen wird, was einen leichten Anstieg im Vergleich zu 194 TWh im Jahr 2023 darstellt. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg der Nutzung von Wärmepumpen um 15%, während die Biomassenutzung für Heizzwecke zurückgeht. Im Verkehrssektor macht der Anteil erneuerbarer Energien 7,2% aus, trotz eines Rückgangs der Biokraftstoffnutzung zugunsten von mehr erneuerbarem Strom. Insgesamt tragen erneuerbare Energien zur Vermeidung von etwa 256 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen bei, was unterstreicht, wie wichtig sie für die Klimaziele in Deutschland sind.
Im Stromsektor ist der Anteil der erneuerbaren Energien 2024 auf 54,1% gestiegen, mit einer Gesamtstromerzeugung von 285,9 Mrd. kWh, was einen Anstieg um 4% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Trotz weniger Wind und Sonne im Jahr 2024 konnten die Windenergieanlagen mehr Strom erzeugen als alle Braun- und Steinkohlekraftwerke zusammen. Die installierte Leistung der Windenergie wurde um 3.307 MW erhöht, was zeigt, dass der Ausbau der Windenergieleistung dringend erforderlich ist, um die Klimaziele zu erreichen.
Ausblick auf die Zukunft
Die Photovoltaik hat ebenfalls einen starken Zuwachs erfahren und steuert 75,4 Mrd. kWh zur Stromerzeugung bei. Über 18.000 MW an neuen PV-Anlagen wurden installiert, was die installierte Leistung in den letzten fünf Jahren verdoppelt hat. Dieser Trend zeigt, dass die Akzeptanz und Nutzung erneuerbarer Energien in der Bevölkerung wächst, was nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist. Die Erneuerbaren werden als wichtige Säule der Energieversorgung in Deutschland angesehen und haben seit 1990 eine bedeutende Entwicklung durchlaufen. Es bleibt zu hoffen, dass die positiven Trends und Initiativen, wie sie in Eferding zu sehen sind, sich auch in anderen Regionen fortsetzen und ausweiten.
Für weitere Informationen zu den Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland besuchen Sie die Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und des Umweltbundesamtes.