Die Stadtgemeinde Eferding hat kürzlich eine Auszeichnung von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) für ihr vorbildliches Engagement in der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) erhalten. Bürgermeister Christian Penn (SPÖ) und Kindergartenleiterin Ingrid Wegmaier nahmen die Ehrung in Linz entgegen. Diese Auszeichnung ermöglicht es Eferding, das BGF-Gütesiegel bis 2028 zu führen. Penn betont dabei die zentrale Rolle der Gesundheitsförderung für das Wohlbefinden der Mitarbeiter sowie für die gesamte Unternehmenskultur. Schließlich ist das BGF-Projekt eines der erfolgreichsten Präventionsprogramme in Österreich, von dem derzeit 749.636 Beschäftigte in 2.731 Unternehmen profitieren.
Die Bedeutung eines gesundheitsförderlichen Arbeitsumfelds wird immer mehr von Unternehmen erkannt. Gesundheitsförderung wird zunehmend als Managementaufgabe betrachtet, die in den Betriebsalltag integriert werden sollte. Es zeigt sich jedoch, dass kleine und mittlere Unternehmen oft nicht ausreichend von den Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung Gebrauch machen. Häufig sind es die geringe Mitarbeiterzahl und der begrenzte Gestaltungsspielraum, die eine umfassende Umsetzung erschweren. Dennoch sind Investitionen in die Gesundheitsförderung langfristige Investitionen in die Zukunft des Unternehmens.
Die Rolle der Akteure in der Betrieblichen Gesundheitsförderung
Gesunde Beschäftigte sind ein gemeinsames Ziel, an dem alle im Betrieb mitwirken sollten. Wichtige Akteure sind die Unternehmensleitung, Betriebs- und Personalräte, Betriebs- und Werksärzte sowie die Beschäftigten selbst. Krankenkassen spielen eine entscheidende Rolle, da sie nicht nur Kenntnisse, sondern auch finanzielle Ressourcen bereitstellen. In regionalen BGF-Koordinierungsstellen bieten sie kostenlose Erstberatung und Unterstützung beim Erstkontakt an. Solche Initiativen sind essenziell, um die Gesundheitsförderung in Unternehmen zu implementieren.
Gesetzliche Rahmenbedingungen und BGF
Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) umzusetzen. Im Gegensatz dazu ist die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) freiwillig, aber von großer Bedeutung für ein effektives Gesundheitsmanagement. Ein erfolgreiches Gesundheitsmanagement erfordert eine enge Verzahnung der drei Säulen: Arbeitsschutz, BEM und BGF.
Die BGF ermöglicht es Arbeitgebern, Gesundheitsangebote am Arbeitsplatz auszubauen und sie an die Bedürfnisse der Beschäftigten anzupassen. Zu den möglichen Maßnahmen zählen Bewegungsförderung, Unterstützung bei Ernährungsfragen, Suchtprävention und die Moderation von Arbeitsgruppen. Besonders in großen Unternehmen ist BGF weit verbreitet, doch auch kleine und mittlere Unternehmen können schneller von diesen Maßnahmen profitieren. Es ist wichtig, die verschiedenen Angebote, die von gesetzlichen Krankenkassen gefördert werden, zu nutzen und so ein gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld zu schaffen.
Insgesamt zeigt das Beispiel der Stadtgemeinde Eferding, wie wichtig und erfolgreich die Implementierung von Gesundheitsförderung in den Arbeitsalltag sein kann. Es bleibt zu hoffen, dass weitere Unternehmen diesem positiven Beispiel folgen und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter in den Fokus rücken.