In der Stadt Eferding fand kürzlich ein bemerkenswerter Benefizlauf statt, der von der Sportmittelschule (SMS) Eferding Süd organisiert wurde. Unter dem Motto „Kinder laufen für Kinder“ setzten sich die Schüler für einen guten Zweck ein. Ziel dieses Laufs war es, Spenden für das Hilfsprojekt Sri Lanka zu sammeln, das sich für die Unterstützung von Menschen in Not einsetzt. Die Schüler konnten durch ihre sportlichen Leistungen eine beeindruckende Summe von fast 9.000 Euro sammeln, die sie in Form eines Schecks übergaben.
Die Schüler hatten Sponsoren gefunden, die bereit waren, ihre Laufleistung pro Runde finanziell zu unterstützen. Insgesamt liefen die Kinder 2.293 Runden, was einer beeindruckenden Distanz von rund 1.490 Kilometern entspricht. Der Betrag von 8.953,70 Euro wurde an Dietmar und Margit Wengler übergeben, die vor mehr als 20 Jahren den Verein „Hilfsprojekt Sri Lanka“ gegründet haben. Dieser Verein entstand, um den Opfern der Tsunamikatastrophe vom 26. Dezember 2004 in Sri Lanka zu helfen und hat seitdem viele Menschenleben berührt. Weitere Informationen zu dieser tragischen Katastrophe können auf der Webseite der Emanuel Wöhrl Stiftung nachgelesen werden.
Die Folgen des Tsunamis
Der Tsunami, der am 26. Dezember 2004 Sri Lanka traf, forderte das Leben von etwa 30.000 Menschen und machte bis zu 500.000 Menschen obdachlos. Die Katastrophe führte zu einem enormen Verlust an Arbeitsplätzen und Existenzen für viele Betroffene. Zwei Wochen nach der Katastrophe begann die internationale Gemeinschaft mit Soforthilfemaßnahmen, wobei Spenden in Höhe von 100.000 Euro gesammelt wurden. Viele Privatpersonen zeigten hohe Spendenbereitschaft, und die Hilfseinsätze begannen schnell, um den betroffenen Menschen zu helfen.
Die Verteilung von Erste-Hilfe-Paketen, die Reis, Trockenfisch und Milchpulver enthielten, war eine der ersten Maßnahmen. Diese Pakete konnten eine vierköpfige Familie für eine Woche mit Nahrung versorgen. Neben Lebensmitteln wurden auch Kinderspielzeuge und Süßigkeiten verteilt, um den Kindern in dieser schweren Zeit ein wenig Freude zu bereiten. Die Zusammenarbeit mit der Katastrophenhilfe ADRA ermöglichte die Bereitstellung von Zeltunterkünften, Kochern und Schlafmatten. Der Fokus lag auch auf der Wasseraufbereitung, da viele Brunnen durch Salzwasser unbrauchbar geworden waren.
Wiederaufbau und langfristige Perspektiven
Ein Jahr nach der Katastrophe war Sri Lanka eines der am schwersten betroffenen Länder, mit 900 km zerstörter Küste. Fast 40.000 Menschen waren ums Leben gekommen, und über 800.000 wurden obdachlos. Die Zerstörung von Schulen, Krankenhäusern und der Verlust von Arbeitsplätzen, insbesondere in der Fischerei und im Tourismus, hatten massive Auswirkungen auf die Gesellschaft. Die Arbeitslosenquote in den am meisten betroffenen Gebieten stieg vorübergehend auf 80% und lag schätzungsweise noch bei über 50%.
Langfristige Maßnahmen zur Einkommensschaffung sind dringend notwendig. Der Wiederaufbau erfordert den Bau von nahezu 100.000 Häusern sowie Investitionen in die Infrastruktur. Über 1.600 km zerstörter Straßen müssen repariert werden, und der Bildungssektor benötigt Investitionen von mehr als 135 Millionen Euro. Die Vereinten Nationen schätzen, dass der gesamte Wiederaufbau mindestens zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen wird. Organisationen wie Aktion Deutschland Hilft sind aktiv, um beim Wiederaufbau zu unterstützen und neue Erwerbsmöglichkeiten zu schaffen.
Der Benefizlauf der SMS Eferding Süd zeigt, wie wichtig es ist, auch aus der Ferne zu helfen und sich für Menschen in Not einzusetzen. Die Schüler haben mit ihrem Lauf nicht nur eine beeindruckende Leistung vollbracht, sondern auch ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls gesetzt. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen weiterhin Unterstützung finden und somit einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der betroffenen Menschen in Sri Lanka leisten können.