Heute ist der 10.02.2026. In der malerischen Stadt Eferding gibt es spannende Neuigkeiten aus der Welt der Musicals und der Antike. Viola Geißelbrecht, eine 23-jährige Archäologin, bringt mit ihrem Libretto für die Dachsberg-Musicalproduktion „Ariadne – Fäden des Schicksals“ einen Hauch griechischer Mythologie auf die Bühne. Ihr Vater, Jürgen Geißelbrecht, hat die Musik zu diesem aufregenden Projekt komponiert. Viola, die in Wien studierte und ihren Master in Leiden (Niederlande) absolvierte, hat eine besondere Leidenschaft für das Schreiben und das Geschichtenerzählen. Ihre Idee für das Musical entstand im Frühjahr 2022 und basiert auf ihrer Lieblingsgeschichte von Ariadne, die zahlreiche starke weibliche Hauptfiguren bietet.

Die Entstehung des Musicals war ein kreativer Prozess, der von Violas Leidenschaft für das Thema Schicksal und die Herausforderungen des Lebens geprägt war. Während ihrer Reisen, unter anderem während einer Interrail-Reise durch Griechenland, entstanden Teile der Liedtexte, insbesondere in historischen Orten wie Delphi und Knossos. Besonders hervorzuheben ist die Figur des Dionysos, eine zynische Erzählerfigur, die geschlechtsneutral besetzt werden kann. Die Zusammenarbeit mit ihrem Vater war harmonisch und unterstützend, wobei beide unabhängig arbeiteten. Viola hat dafür gesorgt, dass alle Rollen im Musical Spaß machen und auch weniger gesanglich begabte Schauspieler geeignete Teile finden können. Die Premiere des Musicals, das sie über vier Jahre hinweg entwickelt hat, wird am Gymnasium Dachsberg stattfinden, wo sie selbst positive Erinnerungen hat.

Ein weiteres griechisches Epos auf der Bühne

Parallel zu Violas Projekt wird auch das Musical „Odysseus – das Musical“ vorbereitet, das aus einer ähnlichen Inspirationsquelle schöpft. Michaela, eine kreative Seele mit griechischen Wurzeln, entwickelte die Idee für dieses Musical am Strand in Griechenland. Sie vertiefte sich in die antike Mythologie Homers und kürzte die 10-jährige Irrfahrt von Odysseus auf eine spielbare Länge. Ihr Ziel war es, die griechische Seele authentisch im Musical einzufangen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Eva, die Gedichte schreibt, entstand ein kreatives Team, das sich regelmäßig traf, um Drehbuch und Songtexte zu entwickeln.

Die Proben für „Odysseus – das Musical“ sind bereits im Gange, und die Aufführung ist für den 25. April 2025 im Theater Markt Schwaben geplant. Das Ensemble wird aus fast 30 Sängerinnen und Sängern bestehen, die in über 70 Einzelrollen auftreten. Kostüme, inspiriert von der mykenischen Kultur, werden von talentierten Kostümbildnerinnen erstellt, während eine professionelle Maskenbildnerin für die passenden Looks sorgt. Unterstützt wird das Team auch von Ehrenamtlichen und anderen Helfern, die viel Begeisterung in das Projekt einbringen.

Ein Blick auf die Bedeutung der Mythologie in der modernen Kunst

Die Wiederbelebung klassischer Geschichten in Form von Musicals ist nicht nur eine kreative Herausforderung, sondern auch eine Möglichkeit, die zeitlosen Themen von Schicksal, Identität und menschlichen Beziehungen zu erforschen. Sowohl „Ariadne – Fäden des Schicksals“ als auch „Odysseus – das Musical“ zeigen, wie die antike Mythologie auch in der heutigen Zeit noch relevant ist und starken Einfluss auf kreative Projekte hat. Die Verbindung von Geschichte und moderner Kunst schafft einen Raum, in dem neue Generationen mit alten Erzählungen in Kontakt treten können.

Die beiden Musicals stehen exemplarisch für eine kulturelle Bewegung, die das Erbe der Antike lebendig hält und gleichzeitig neue Perspektiven eröffnet. Eferding wird somit nicht nur zum Schauplatz einer spannenden Musical-Premiere, sondern auch zu einem Ort, an dem die antike Vergangenheit in die Zukunft getragen wird. Interessierte können sich auf die Aufführungen freuen und erleben, wie alte Geschichten neu erzählt werden.