In Braunau am Inn, einer Stadt, die sich aktiv mit Zukunftsthemen auseinandersetzt, hat Bürgermeister Johannes Waidbacher klare Entwicklungsziele bis zum Jahr 2030 formuliert. Die Stadt verfolgt einen Entwicklungsfokus, der auf die Schaffung einer lebenswerten, wirtschaftsstarken und klimafitten Umgebung abzielt. Mit einem strengen Augenmerk auf Budgetdisziplin wird die Stadt als Härteausgleichsgemeinde betrachtet, was die Notwendigkeit von nachhaltigen Investitionen in verschiedene Bereiche unterstreicht. Dazu zählen unter anderem die Gemeindestraßen, Radwege, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung sowie Kinderbetreuung und Pflichtschulen. Ein zentrales Anliegen ist die Bekämpfung des Klimawandels und die Umsetzung der Energiewende bis 2030.
Die Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden und der Ausbau erneuerbarer Energien stehen dabei im Mittelpunkt. Auch das Mobilitätskonzept wird optimiert: Rad- und Fußverkehr, verkehrsberuhigende Maßnahmen und Verbesserungen im öffentlichen Verkehr sollen die Lebensqualität steigern. Zudem wird ein großer Fokus auf neue Wohnbauprojekte, die Sanierung bestehender Gebäude und die Nachnutzung von Leerständen gelegt. Die enge Zusammenarbeit mit der bayrischen Nachbarstadt Simbach stärkt den grenzüberschreitenden Lebens- und Wirtschaftsraum.
Ein weiterer Ort in der Region, Altheim, investiert ebenfalls in seine Zukunft. Hier startet Ende März der Zu- und Umbau der Mittelschule mit einem Investitionsvolumen von 2,3 Millionen Euro. Zudem wird ein neuer viergruppiger Kindergarten in der Bettmesserstraße für 3,5 Millionen Euro geplant. Auch die Gesundheitsversorgung in Altheim wird durch die Initiative von drei interessierten Ärzten für eine Gemeinschaftspraxis verbessert.
Klimastrategie und Energiewende
Die Stadt Braunau hat sich zudem das Ziel gesetzt, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Dazu wurde eine umfassende Klimastrategie entwickelt, die in Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis OÖ erarbeitet wurde. Der Start des Klimaprojekts ist für Februar 2025 vorgesehen, und es sind zahlreiche Workshops geplant, die die Bürger:innen aktiv in den Prozess einbinden sollen. Diese Workshops werden sich mit Themen wie Mobilität, Energie, Gebäude und Klimawandelanpassung befassen. Ein maßgeschneiderter Klimaneutralitätsfahrplan soll als Grundlage für die weitere Energiearbeit der Stadtgemeinde dienen. Der Gemeinderat hat den Beschluss über die Klimastrategie bereits am 11.12.2025 gefasst, was einen wichtigen Schritt in der Entwicklung nachhaltiger städtischer Strukturen darstellt (Quelle).
In Mattighofen, einer weiteren Stadt der Region, betont Bürgermeister Daniel Lang die Bedeutung der Stadt-Umland-Kooperation (SUK) für weitreichende Entscheidungen. In den letzten zwei Jahren lag der Fokus auf der Nachnutzung von Leerständen, während künftig die Themen Gesundheitsversorgung und der Bau eines Primärversorgungszentrums im Vordergrund stehen werden. Auch hier werden Investitionen in Photovoltaik-Anlagen an öffentlichen Gebäuden getätigt, und der Beitritt zur Energiegemeinschaft soll zusätzliche Einsparungen im Energiebereich bringen. Die Stadt sieht sich jedoch auch Herausforderungen gegenüber, etwa dem Bau der Umfahrung und der Elektrifizierung der Mattigtalbahn.
Städtische Herausforderungen und Lösungen
Die Herausforderungen des Klimawandels, wie extrem hohe Temperaturen und starke Niederschläge, machen die Notwendigkeit von Anpassungen in der Infrastruktur deutlich. Städte und Stadtwerke in Deutschland fördern den Umstieg auf umweltverträgliche Energieerzeugung durch erneuerbare Energien. Der Ausbau von Nah- und Fernwärmenetzen sowie neue Wärmeversorgungsformen, wie die thermische Verwertung von Abfall, stehen im Fokus. Die kommunale Wärmeplanung bietet Planungssicherheit für Unternehmen und Hauseigentümer, und einige Bundesländer haben bereits entsprechende Pläne erstellt (Quelle).
Die genannten Maßnahmen in Braunau, Altheim und Mattighofen zeigen, dass die Städte aktiv daran arbeiten, zukunftsfähige und nachhaltige Lebensräume zu schaffen. Mit einer klaren Vision und dem Engagement der Bevölkerung wird diese Region zu einem Vorreiter in Sachen Klimaschutz und urbaner Entwicklung.