Der Tourismusverband Quellenviertel hat kürzlich auf zwei bedeutenden Reisemessen in Deutschland und Österreich für Aufsehen gesorgt. Bei der Reisemesse f.re.e in München, die Ende Februar stattfand, trat der Verband erstmals gemeinsam auf und konnte großes Interesse wecken. Unter dem Motto „Griaß di im Quellenviertel – bunt wia’s Leben“ präsentierten sich die vier Regionen Vitalwelt Bad Schallerbach, s’Innviertel, Entdeckerviertel und Hausruckwald. Diese Messe ist eine wichtige Plattform, um Gäste aus Süddeutschland anzuziehen und die Wahrnehmung der Region zu verbessern. Der Geschäftsführer des Quellenviertels, Philipp Haas, betonte die Bedeutung dieser Fusion für eine gemeinsame Außendarstellung. Tourismusmanager Georg Bachleitner berichtete von durchweg positiver Rückmeldung der Messebesucher zur Vielfalt der Angebote, die unter anderem Moorlandschaften, Thermen, Rad- und Reitwege sowie Familien- und Naturerlebnisse umfassen.
Zu den vertretenen Anbietern gehörten das Reitergut Lasser aus Ampflwang, der Bienenlehrpfad und das Kinomuseum in Franking, der Erlebnispark Dinoland in Kirchdorf sowie der Zoo Schmiding. Die positive Resonanz auf die Angebote zeigt, dass das Quellenviertel mit seinem bunten Mix aus Erlebnismöglichkeiten gut aufgestellt ist. Dies wird auch durch die Teilnahme an der Ferienmesse Wien unterstützt, die zu den größten Reisemessen in Österreich zählt. Diese Messe zog rund 71.000 Besucher und über 430 Aussteller aus fünf Kontinenten an und bot dem Verband eine weitere Gelegenheit, sich zu präsentieren. Hierbei wurde das gleiche Motto verwendet: „Griaß di im Quellenviertel! – Bunt wia’s Leben!“, was die einheitliche Außendarstellung des Verbandes unterstreicht.
Wachstum im österreichischen Tourismus
Der österreichische Tourismus hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Im Jahr 2022 betrug der Umsatz des Tourismus rund 17 Milliarden Euro, was etwa 3,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht. Obwohl der Umsatz im Jahr 2019 noch bei circa 21,9 Milliarden Euro lag, hat sich die Branche bis 2022/23 leicht erholt und erreichte mit rund 13,3 Milliarden Euro fast wieder die Vor-Pandemie-Zahlen. Besonders die Sommersaison 2023 stellte mit 16,6 Milliarden Euro einen neuen Höchststand auf.
Die positiven Auswirkungen des Tourismus auf die Leistungsbilanz von Österreich sind unbestritten. Im Tourismusjahr 2022/2023 gab es etwa 70.200 gewerbliche und private Beherbergungsbetriebe, was die Branche als bedeutenden Wirtschaftszweig hervorhebt. Die Anzahl der Beherbergungsstätten stieg im Vergleich zum Vorjahr, und in Österreich standen rund 1,17 Millionen Betten in Unterkünften zur Verfügung. Die Deutschen stellten mit etwa 57,4 Millionen Nächtigungen die größte Gästegruppe, gefolgt von den Österreichern mit etwa 39,9 Millionen Übernachtungen. Der Großteil dieser Übernachtungen entfiel auf Hotels, was die Präferenz der Gäste für eine komfortable Unterkunft unterstreicht.
Allerdings sieht sich die Branche auch Herausforderungen gegenüber. Der Fachkräftemangel, verstärkt durch die berufliche Neuorientierung ehemaliger Arbeitskräfte während der Pandemie, sowie der demografische Wandel und schlechte Arbeitsbedingungen tragen zur Abnahme des Nachwuchses in der Branche bei. Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt der Tourismus ein zentraler Bestandteil der österreichischen Wirtschaft und ein wichtiger Arbeitgeber.
Die Bemühungen des Tourismusverbands Quellenviertel, die Region als attraktives Ziel zu positionieren, sind ein wichtiger Schritt, um die Vielfalt und die Vorzüge der Region zu betonen. Weitere Informationen finden Sie in den Artikeln über die Messe in München hier und über die Ferienmesse in Wien hier.




