Heute ist der 19.02.2026 und die Diskussion über humanoide Roboter ist in vollem Gange, insbesondere in Regionen wie Oberösterreich. In vergleichbaren Industrieregionen steigt die Produktivität schneller, was darauf hinweist, dass neue Technologien konsequenter vorangetrieben und neue Märkte offensiver erschlossen werden. Die Wettbewerbsfähigkeit hängt zunehmend von der technologischen Weiterentwicklung und aktiven Transformation ab. WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer betont, dass Technologien Menschen ergänzen und demografischen Wandel sowie Fachkräftemangel begegnen. Diese Technologien könnten entscheidend für die industrielle Wertschöpfung in Hochlohnstandorten wie Oberösterreich sein, wo steigende Kosten bei Energie und Arbeit sowie Bürokratie den internationalen Wettbewerbsdruck erhöhen.

Ein aktuelles Beispiel für den Einsatz humanoider Roboter ist der humanoide Roboter vom Typ Unitree G1 EDU-U6, der von BRP-Rotax angeschafft und der FH OÖ in Wels zur Verfügung gestellt wurde. Experten prognostizieren einen starken Aufschwung humanoider Roboter; bis 2030 könnten über 250.000 im Einsatz sein. Ein Kooperationsprojekt mit sechs oberösterreichischen Leitbetrieben und der FH OÖ wurde im Juli 2025 gestartet, um praxisnahe Einsatzszenarien für humanoide Roboter zu entwickeln. Zukunftsforscher Pero Mićić sieht humanoide Roboter als die größte technische Revolution, die Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft radikal verändern wird.

Herausforderungen und Erwartungen

Trotz der positiven Prognosen sind die Meinungen über die technischen Möglichkeiten humanoider Roboter gemischt. Eine Studie zeigt, dass viele Befragte zurückhaltend sind und erwarten, dass humanoide Roboter zunächst Aufgaben übernehmen, bei denen Genauigkeit, Systemstabilität oder Prozessgeschwindigkeit weniger relevant sind. Häufig wird der Transport von Kisten als mögliche Aufgabe genannt, wobei 60 Prozent der Befragten bezweifeln, dass humanoide Roboter dafür zwei Beine benötigen. Alternativen wie radgetriebene Plattformen oder stationäre Anwendungen mit Zweiarmrobotern werden bevorzugt.

Die größte Herausforderung beim Praxiseinsatz von humanoiden Robotern ist die funktionale Sicherheit. Aktuelle Unklarheiten bezüglich dieser Sicherheit und der besonderen Anforderungen an Stabilität stehen dem Einsatz noch im Weg. Simon Schmidt hebt hervor, dass sowohl technisch mögliche Use Cases als auch betriebswirtschaftlich interessante Business Cases für den erfolgreichen Einsatz von humanoiden Robotern entscheidend sind. Hohe Erwartungshaltungen und Unklarheiten über die Wirtschaftlichkeit sind weitere Hürden, die Unternehmen überwinden müssen.

Die Zukunft der humanoiden Roboter

Die Vision hinter humanoiden Robotern ist eine synergetische Zusammenarbeit, bei der Roboter körperlich belastende Aufgaben übernehmen und die Ergonomie am Arbeitsplatz verbessern. Arash Ajoudani sieht die humanoiden und kollaborativen Roboter als Partner der menschlichen Arbeitskraft. Die Roboter sollen menschliche Bewegungen in Echtzeit überwachen und ihre Position oder Kraft anpassen, um die physische Belastung zu minimieren. Mićić betont die Notwendigkeit von Zukunftsfreude und die Chancen neuer Technologien für Lebensqualität und Produktivität. Firmen, die humanoide Roboter ignorieren, riskieren, im globalen Wettbewerb abgehängt zu werden.

Die Diskussion über humanoide Roboter und deren Einsatzmöglichkeiten ist also sowohl vielversprechend als auch herausfordernd. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob diese Technologien in der Industrie Fuß fassen können und wie sie die Arbeitswelt verändern werden. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in den Quellen von WKOÖ und Fraunhofer IPA.