In der oberösterreichischen Stadt Braunau sorgte ein tragischer Vorfall für Bestürzung: Drei Enten, die im Garten der Polytechnischen Schule brüteten, wurden tot auf der Straße gefunden. Dies geschah am Donnerstagfrüh direkt vor der Schule, wo die Kinder die Tiere seit Schulbeginn kannten und regelmäßig beobachteten. Der Anblick der verunglückten Enten war für die Kinder äußerst verstörend, und die Sekretärin der „Schulen auf der Schanz“ beschrieb die Szene als grauenhaft. Laut PNP kann von einem Unfall jedoch nicht ausgegangen werden, da die Enten in einem Abstand von mehreren Metern lagen – eine sogar auf der Gegenspur.
Wer steckt hinter dieser barbarischen Tat? Johanna Stadler, die Chefin der Pfotenhilfe Lochen, zeigt sich fassungslos über den Vorfall und kritisiert den Umgang mit Tieren. Sie sieht die Tat als herzlos und fordert eine zügige Aufklärung. Die Tierschutzorganisation hat bereits Anzeige bei der Polizei erstattet. Der Fahrer, der Fahrerflucht beging, ist weiterhin unbekannt. Hinweise zu der Tat sind daher dringend erwünscht und können per E-Mail an juergen.stadler@pfotenhilfe.at übermittelt werden. In einer Zeit, in der das Tierschutzbewusstsein in der Gesellschaft wächst, ist es erschreckend, solche Vorfälle zu erleben.
Ein aufrüttelnder Vorfall
Die Enten hatten seit Jahren im Schulgarten genistet und waren zu einer Art Teil der Schule geworden. Ihre Brutfreudigkeit war für viele eine Freude und die Kinder hatten eine Verbindung zu ihnen aufgebaut. Auch wenn der Vorfall in einer Schutzzone vor der Schule stattfand, zeigt dies, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein und Respekt vor allen Lebewesen zu haben. Der Bund hat bereits im Tierschutzgesetz, das 2005 in Kraft trat, klare Regelungen zum Schutz von Tieren festgelegt.
In Österreich wird bei Tierquälerei eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren verhängt. Die aktuelle Novelle des Tierschutzgesetzes, die im Nationalrat beschlossen wurde, soll zudem weitere Verbesserungen im Tierschutz gewährleisten. So wird eine wissenschaftliche Kommission zur Umsetzung des Qualzuchtverbots eingerichtet und Züchter:innen haben eine klare Verantwortung für ihre Tiere. Ziel dieser Regelungen ist der Schutz des Lebens und Wohlbefindens der Tiere, wie auf verbrauchergesundheit.gv.at festgehalten wird.
Die Situation in Braunau erinnert uns alle daran, wie wichtig es ist, Tiere zu respektieren und zu schützen. Solche Vorfälle sind nicht nur traurig, sondern werfen auch Fragen auf über den Umgang unserer Gesellschaft mit Tieren und unser Verantwortung für die Umwelt. Bleibt zu hoffen, dass der Täter bald gefasst wird und wir aus solchen tragischen Erlebnissen lernen, um in Zukunft ähnliches zu verhindern.