Im Bezirk Braunau zeichnet sich ein besorgniserregender Trend ab: Ende September 2025 waren hier 2.923 Personen offiziell arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wo 2.766 Personen in den Statistiken standen. Besonders auffällig ist, dass die Arbeitslosenquote nun bei sechs Prozent liegt, während sie im September 2024 bei 5,7 Prozent lag, wie Tips berichtet.
Im Detail bedeutet dies, dass unter den Arbeitslosen 1.394 Frauen und 1.529 Männer sind. Stefan Seilinger, der stellvertretende Leiter des AMS Braunau, spricht von einem moderaten Anstieg der Arbeitslosenzahlen und hebt hervor, dass die Zahl der Beschäftigten stabil bleibt. Interessanterweise verheißt dies jedoch nicht unbedingt eine positive Entwicklung, da immer mehr Menschen weniger Arbeitsvolumen leisten.
Herausforderungen am Arbeitsmarkt
Die Ursachen für den Anstieg der Arbeitslosigkeit sind vielfältig. Vor allem Pflichtschulabgänger und Personen zwischen 25 und 39 Jahren sind stark betroffen, wie MeinBezirk feststellt. Aktuell befinden sich die meisten Arbeitslosen in den Gemeinden Mattighofen und Helpfau-Uttendorf. Zudem gab es im dritten Quartal einen alarmierenden Zuwachs von 35,6 Prozent an arbeitslosen Personen.
Ein weiterer Faktor sind die Probleme im produzierenden Sektor sowie saisonbedingte Unterbrechungen im Bau. Die Beschäftigungsquote ist im Vergleich zum Vorjahr um rund zwei Prozent gesunken, was fast 1.000 Personen betrifft. Die Herausforderungen am Arbeitsmarkt sind somit erheblich, und eine Trendumkehr hinsichtlich des negativen Wirtschaftswachstums scheint derzeit unerreichbar.
Aktivierung und Qualifizierung
<pWie geht es weiter? Um der prekären Lage entgegenzuwirken, hat das AMS Braunau Maßnahmen zur Qualifizierung und Aktivierung der Arbeitssuchenden ins Leben gerufen. Schwerpunkte liegen dabei auf der Unterstützung junger Erwachsener und der Hilfestellung für Personen, die länger als zwölf Monate auf der Suche nach einer Anstellung sind. Im September besuchten etwa 850 Personen Schulungen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.
Ein kleiner Lichtblick könnte sich im angelernten Hilfsarbeiterbereich abzeichnen, wo in den kommenden Monaten auf Basis von Baufortschritten in Mattighofen und Pfaffstätt mit einem Impuls gerechnet wird. Dies könnte helfen, die bestehenden Arbeitslosenzahlen zu senken und neuen Schwung in die Region zu bringen.
Abschließend bleibt zu sagen, dass der Bezirk Braunau vor Herausforderungen steht, aber mit gezielten Maßnahmen und einer starken Vernetzung von Wirtschaft und Bildung könnte vielleicht wieder frischer Wind einkehren.





