Die Wine Paris, die größte Weinmesse Europas, fand vom 9. bis 11. Februar 2026 in Paris statt und zog über 130 Winzer aus allen Weinbaugebieten Österreichs an. Die Veranstaltung hat sich als bedeutende Plattform für den internationalen Weinhandel etabliert und wurde von den österreichischen Winzern mit großer Begeisterung aufgenommen. Besonders hervorzuheben ist die Masterclass, die von Österreich Weinmarketing (ÖWM) in Zusammenarbeit mit der renommierten Sommelière Pascaline Lepeltier veranstaltet wurde. Das Thema „The Thousand and One Faces of Austrian Whites“ kam bei den Teilnehmern gut an und verdeutlichte die Vielfalt der österreichischen Weißweine.

Niederösterreich konnte mit 100 Ausstellern die größte Beteiligung auf der Messe verzeichnen, was die internationale Bedeutung der Weine aus dieser Region unterstrich. Reinhard Zöchmann, Präsident des Niederösterreichischen Weinbauverbands, betonte die Wettbewerbsfähigkeit niederösterreichischer Weine auf dem globalen Markt. Klaus Goldmann, Geschäftsführer von Wein Niederösterreich, bezeichnete die Wine Paris als eine der bedeutendsten Weinmessen überhaupt, die mit über 4.000 Ausstellern und rund 60.000 Fachbesuchern aufwartet.

Pop-Up Masterclasses und Exportchancen

Zusätzlich zu den Masterclasses wurden acht Pop-Up Masterclasses in Zusammenarbeit mit verschiedenen Weinvereinen angeboten, die den Besuchern einen tiefen Einblick in die Herkunftscharaktere, Stilistik, Struktur und Alterungspotenziale der Weine gaben. Die Veranstaltung stellte somit nicht nur eine Verkaufsplattform dar, sondern auch eine Gelegenheit für Winzer, internationale Kontakte zu knüpfen und das Exportgeschäft zu fördern.

Die Daten sprechen für sich: Im Jahr 2025 wurden 59 Millionen Liter österreichischer Wein im Wert von 217 Millionen Euro exportiert, wobei rund 60 Prozent der Exporte aus Niederösterreich stammen. Deutschland bleibt der Hauptmarkt für österreichischen Wein, gefolgt von der Schweiz, Skandinavien und den Niederlanden. Auch Übersee-Märkte wie die USA und Kanada sind von zunehmender Bedeutung, was die Exportmöglichkeiten für die Winzer weiter stärkt.

Die Herausforderungen der globalen Weinszene

Doch trotz der positiven Entwicklungen gab es auch Rückschläge. Die Weinexporte Österreichs verzeichneten 2024 einen Rückgang von 6 Prozent im Exportwert und 1,7 Prozent in der Exportmenge. Diese Situation ist auf die volatile globale Marktlage zurückzuführen. 2023 erreichten die Weinexporte einen Rekordwert, doch die Prognosen für 2024 sind aufgrund einer kleinen Ernte und schwieriger Marktbedingungen pessimistisch. Die Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) plant bereits Maßnahmen zur Unterstützung der Exporte, um den Winzern durch diese herausfordernde Zeit zu helfen.

Insgesamt hat die Wine Paris 2026 nicht nur die Vielfalt und Qualität der österreichischen Weine präsentiert, sondern auch die Herausforderungen, mit denen die Winzer konfrontiert sind, aufgezeigt. Die Veranstaltung bleibt ein zentraler Punkt für die Vernetzung und den Austausch in der internationalen Weinwirtschaft. Wer Interesse hat, die österreichischen Weine näher kennenzulernen, kann sich über die ausgebuchten Stände auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich informieren und sich gegebenenfalls auf die Warteliste setzen lassen.