Am 15. Februar 2026 steht Wiener Neustadt im Zeichen eines bedeutenden Mandatswechsels im Gemeinderat der Grünen. Michael Willvonseder hat aus privaten und beruflichen Gründen sein Mandat zurückgelegt. An seiner Stelle wird Elke Szalai nachrücken, was nicht nur eine personelle Veränderung darstellt, sondern auch neue Impulse für die Stadtpolitik verspricht. Selina Prünster, die Parteiobfrau, bedankte sich herzlich bei Willvonseder für sein Engagement und seine geleistete Arbeit.
Die nächste Gemeinderatssitzung findet am 20. Februar statt und wird eine Gelegenheit bieten, die Weichen für die zukünftige Stadtentwicklung zu stellen. Elke Szalai, die gebürtige Wiener Neustädterin, bringt mit ihrem Engagement in zivilgesellschaftlichen Projekten wie der Radlobby, dem Frauentreff WN und kulturGUTnatur viel Erfahrung mit. Ihre politischen Schwerpunkte liegen auf nachhaltiger Stadt- und Verkehrsplanung, sozialer Gerechtigkeit und leistbarem Wohnen.
Nachhaltige Stadt- und Verkehrsplanung in Wiener Neustadt
Ein zentrales Anliegen von Szalai ist es, ein sicheres Unterwegssein für alle Verkehrsteilnehmer:innen zu gewährleisten und klimafreundliche Mobilität zu fördern. Diese Themen sind besonders relevant, da laut aktuellen Prognosen bis 2030 mehr als 60% der Weltbevölkerung in Städten leben wird. Urbanisierung bringt viele Vorteile mit sich, wie besseren Zugang zu Geschäften, kulturellen Angeboten und Dienstleistungen, stellt jedoch auch Herausforderungen dar. Verdrängung und steigende Mietpreise sind nur einige der Probleme, die viele Stadtbewohner betreffen, insbesondere in Deutschland, wo 30% der Stadtbewohner in Slums leben (2014).
Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, ist nachhaltige Stadtplanung unerlässlich. Diese erfordert nicht nur ökonomische Effizienz und soziale Gerechtigkeit, sondern auch eine Anpassung an die jeweiligen Umweltbedingungen. In Deutschland gibt es bereits eine Nationale Nachhaltigkeitsstrategie, die Länder und Kommunen bei der Umsetzung unterstützt. Darüber hinaus fördern nationale städtepolitische Maßnahmen in 142 Ländern eine nachhaltige Entwicklung im Einklang mit den UN-Nachhaltigkeitszielen.
Soziale Nachhaltigkeit im Fokus
Ein wichtiger Aspekt, der in der aktuellen Stadtentwicklung oft zu kurz kommt, ist die soziale Nachhaltigkeit. Während ökologische Aspekte wie Energieeffizienz und Klimaanpassung häufig im Vordergrund stehen, müssen auch soziale Fragen wie Teilhabe und Gleichberechtigung berücksichtigt werden. Die Leipzig-Charta formuliert das Ziel einer gerechten Stadt, die die unterschiedlichen Lebenslagen und Bedürfnisse der Bewohner anerkennt. Soziale Nachhaltigkeit zielt darauf ab, langfristige Stabilität und Zugänglichkeit zu schaffen und faire Teilhabe zu ermöglichen.
Die Arbeit von Elke Szalai könnte somit einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung dieser Prinzipien in Wiener Neustadt leisten. Ihre bisherigen Erfahrungen als Referentin im Büro der burgenländischen Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, wo sie sich mit Dorferneuerung, ländlicher Entwicklung und Bodenschutz befasst hat, werden ihr sicher helfen, die sozialen Dimensionen der Stadtentwicklung in den Fokus zu rücken. Es ist wichtig, dass planerische Entscheidungen die Vielfalt der Lebensrealitäten ernst nehmen und die Bürger aktiv in den Prozess einbinden.
So wird die bevorstehende Gemeinderatssitzung nicht nur eine Gelegenheit sein, über neue Projekte zu diskutieren, sondern auch ein Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen, sozial gerechten und nachhaltigen Stadtentwicklung für Wiener Neustadt. Weitere Informationen zu diesen Themen können unter diesem Link gefunden werden. Für weiterführende Details zur nachhaltigen Stadtentwicklung empfiehlt sich ein Blick auf diese Seite sowie die Aspekte sozialer Nachhaltigkeit, die unter diesem Link näher betrachtet werden können.