Am Samstag, den 27. September 2025, fand in der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt der „Tag der Leutnante“ statt, ein bedeutsames Event zur feierlichen Übernahme von neuen Offizieren. Insgesamt 76 Berufs- und 46 Milizoffiziere, darunter neun Frauen, erhielten ihre Dienstgrade und wurden als Leutnante in das österreichische Bundesheer aufgenommen. Dieses Jahr war die Feier im Beisein von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner besonders festlich. Tanner gratulierte den Absolventen herzlich und betonte die immense Bedeutung der Menschen im Militär, die mit ihrem Engagement und ihren Fähigkeiten einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit des Landes leisten.
Die Ausbildung der neuen Leutnante dauerte insgesamt vier Jahre, während die Berufsoffiziere zusätzlich einen Fachhochschul-Bachelorstudiengang in „Militärischer Führung“ absolvierten. Erstmals schlossen auch Offiziersanwärter der Fachrichtung Informatik und Kommunikationstechnologie den Bachelorstudiengang „Militärische Informations- und Kommunikationstechnologische Führung“ ab. Damit demonstriert die Theresianische Militärakademie nicht nur ihre Tradition, sondern auch ihre Innovationskraft in der Offiziersausbildung.
Tradition und Ausbildung in Wiener Neustadt
Die Theresianische Militärakademie, die 1751 von Maria Theresia gegründet wurde, gilt als die älteste aktive Militärakademie der Welt, die sich durchgängig der Offiziersausbildung widmet. Das beeindruckende historische Gebäude in der Burg Wiener Neustadt beherbergt seit 1752 die Militärakademie mit nur wenigen Unterbrechungen durch militärische Ereignisse. Jährlich werden hier etwa 200 Offiziersanwärter in einem anspruchsvollen Ausbildungsprogramm auf ihre künftigen Aufgaben im Bundesheer vorbereitet. Zudem finden auch internationale Praktika und Auslandssemester statt, um interkulturelle Kompetenz und Fachwissen zu erweitern. Die Ausbildung schließt ein Jahr als aktive Soldaten für die Milizoffiziere ein, bevor sie in ihre zivilen Berufe zurückkehren.
Besonders interessant ist, dass vier Soldaten aus Bosnien und Herzegowina ebenfalls ihre Offiziersausbildung in Wiener Neustadt abgeschlossen haben. Dies unterstreicht die internationale Ausrichtung und den hohen Standard der Ausbildung an der Akademie. Im Rahmen der Feier wurden die Absolventen nicht nur auf ihre militärischen Fähigkeiten geprüft, sondern auch im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien geschult.
Die Bedeutung der Theresianischen Militärakademie
Die Theresianische Militärakademie ist nicht nur die einzige Ausbildungsstätte für Truppenoffiziere des österreichischen Bundesheeres, sie spielt auch eine zentrale Rolle in der Weiterbildung bestehender Offiziere sowie in der Ausbildung von Zivilbediensteten des Bundesheeres. Mit ihren zwei Hauptstudiengängen, „Militärische Führung“ und „Militärische Informations- und Kommunikationstechnologische Führung“, positioniert sich die Akademie als wichtige Bildungseinrichtung im militärischen Bereich. Absolventen haben die Möglichkeit, dem Absolventenverein Alt-Neustadt beizutreten und somit Teil einer traditionsreichen Gemeinschaft zu werden.
Für die Absolventen, ihre Familien und Freunde war der „Tag der Leutnante“ ein wichtiger Schritt in ihrer militärischen Laufbahn und ein Moment des Stolzes. Die Kombination aus Tradition und Innovation macht die Theresianische Militärakademie zu einem besonderen Ort der Offiziersausbildung, der die neuen Leutnante bestens auf ihre Aufgaben vorbereitet. So bleibt die militärische Führungskompetenz aus Wiener Neustadt hoch im Kurs und sichert die Einsatzbereitschaft des österreichischen Bundesheeres für die Herausforderungen der Zukunft.
Für weitere Informationen und Einblicke in die akademischen Programme und die Geschichte der Theresianischen Militärakademie besuchen Sie bitte die Seiten von bundesheer.at und ots.at. Weitere Details zur Institution finden Sie auch auf der Seite von Wikipedia.