Am 24. Januar wurde Josef Grünwidl im Wiener Stephansdom zum neuen Erzbischof von Wien geweiht. Der große Andrang bei dieser Bischofsweihe führte dazu, dass die Erzdiözese Wien eine Antrittstour einleitete. Der erste bedeutende Gottesdienst nach seiner Weihe fand im Dom von Wiener Neustadt statt, wo er seine enge Verbindung zum Vikariat Süd unter Beweis stellte. Grünwidl, der von 1991 bis 1993 Kurat der Dompfarre Wiener Neustadt war, hat in seiner Karriere auch als Pfarrer in mehreren Gemeinden in Niederösterreich gedient, bevor er von 2014 bis 2023 als Pfarrmoderator in Perchtoldsdorf tätig war. Der Gottesdienst in Wiener Neustadt war nur mit Voranmeldung zugänglich, jedoch konnte man ihn auch im Livestream auf Radio Maria verfolgen.

Nächster Halt auf der Antrittstour ist Wullersdorf, die Heimatgemeinde des Erzbischofs. Dort wird er am kommenden Samstag um 14.30 Uhr einen Gottesdienst in der Pfarrkirche feiern. Dies ist einer von zwei besonderen Einstandsgottesdiensten der Erzdiözese Wien, die vor allem Gläubigen gewidmet sind, die bei der Bischofsweihe am 24. Januar im Stephansdom keinen Platz fanden. Die Gottesdienste finden in den niederösterreichischen Territorialvikariaten Nord und Süd statt, wobei der Gottesdienst in Wullersdorf das Weinviertel im Vikariat Nord repräsentiert.

Besondere Gottesdienste und erwartete Teilnehmerzahlen

Für die beiden Gottesdienste werden jeweils über tausend Mitfeiernde erwartet. Neben dem Gottesdienst in Wullersdorf, der via Livestream auf YouTube übertragen wird, findet auch ein weiterer Gottesdienst am Freitag um 17 Uhr im Dom von Wiener Neustadt statt, der das Süd-Vikariat repräsentiert. Die Messe in Wiener Neustadt wird ebenfalls von Radio Maria übertragen. Es ist interessant zu beobachten, wie die Gemeinde auf diese neuen Veranstaltungen reagiert, insbesondere in einer Zeit, in der viele Gotteshäuser in Österreich spärlich besucht oder zum Verkauf stehen.

Bürgermeister Richard Hogl lobte Grünwidl als einen bodenständigen Menschen aus einer guten Bauernfamilie. Solche positiven Rückmeldungen könnten dazu beitragen, das Interesse an den Gottesdiensten und der Kirche im Allgemeinen wieder zu beleben.

Ein Blick in die Zukunft der Kirche

Die Herausforderungen für die katholische Kirche in Österreich sind nicht zu unterschätzen. Es bleibt abzuwarten, wie Josef Grünwidl die Erzdiözese in den kommenden Jahren führen wird, insbesondere angesichts der aktuellen Situation vieler Gotteshäuser im Land. Die Erneuerung des Glaubens und die Wiederbelebung der Gemeinden stehen sicherlich auf seiner Agenda. Der hohe Zuspruch zu den Gottesdiensten könnte ein guter Anfang sein, um die Gläubigen wieder näher zur Kirche zu bringen.

Weitere Informationen zu den anstehenden Gottesdiensten und zur Erzdiözese Wien finden Sie in den Artikeln der Quellen: Kurier und Katholisch.at.