Im Herzen von Wiener Neustadt steht eine Verkehrsumbau-Maßnahme auf dem Plan, die dringend notwendig ist: Der Knotenpunkt der B 21 bei km 1,0, der zur L 151 „Nordspange“ führt, ist als Unfallschwerpunkt ausgewiesen. Täglich queren rund 14.000 Fahrzeuge diesen Bereich, was die Dringlichkeit der Maßnahme unterstreicht. In den letzten Jahren kam es dort immer wieder zu gefährlichen Linksabbiege- und Linkseinbiegevorgängen, die die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gefährden. Um dem entgegenzuwirken, hat Verkehrslandesrat Udo Landbauer den Umbau des Knotenpunkts angekündigt, um die Verkehrssicherheit signifikant zu erhöhen. WN24 berichtet, dass für diesen Umbau eine Investition von rund 1,5 Millionen Euro eingeplant ist.
Der geplante Umbau sieht vor, den Knotenpunkt zu einer Vollanschlussstelle zu transformieren. Dies soll riskante Linksabbiege- und Linkseinbiegevorgänge vermeiden, indem die Infrastruktur entsprechend angepasst wird. Künftig wird auf der B 21 in beide Fahrtrichtungen nur noch Rechtsabbiegen möglich sein. Um diese Reform umzusetzen, sind eine Vielzahl von Arbeiten notwendig. Dazu gehört der Bau einer rund 160 Meter langen, zweispurigen Rampe südlich der B 21, die den Verkehr sicher auf die L 151 führt. Zudem wird die B 21 verbreitert, und beidseitig werden Steinmauern im Böschungsbereich errichtet. Ein neuer Linksabbiegerstreifen auf der L 151 wird ebenfalls geschaffen, und die bestehende Straße erhält eine neue Deckschicht. NÖN hebt hervor, dass die Bauarbeiten noch im Herbst 2025 beginnen sollen.
Was ist ein Unfallschwerpunkt?
Der Begriff Unfallschwerpunkt (UHS) beschreibt einen Knotenpunkt oder einen kurzen Streckenabschnitt mit einer überdurchschnittlich hohen Anzahl ähnlicher Unfallarten oder -ursachen. Laut Wikipedia zeigt eine Unfallsteckkarte solche Schwerpunkte deutlich an. Diese sind ein Indikator für Sicherheitsdefizite und erfordern eine detaillierte Beobachtung sowie Prüfung der Gegebenheiten. Die Feststellung eines Unfallschwerpunkts erfolgt durch die Auswertung und Analyse von Straßenverkehrsunfällen. Die Unfallrate ist dabei eine maßgebliche Kennzahl, die die Verkehrssicherheit in der betreffenden Gegend einschätzt.
Mit den bevorstehenden Umbauarbeiten am Knotenpunkt der Nordspange wird ein wichtiger Schritt in Richtung größerer Verkehrssicherheit in Wiener Neustadt gesetzt. Die Verantwortlichen zeigen sich entschlossen, die mörderische Gefährdung für Pkw-Nutzer und Fußgänger nachhaltig zu minimieren und damit die Straßen für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu gestalten. Die Bürgerinnen und Bürger der Region können auf eine spürbar verbesserte Verkehrssituation hoffen.