Heute ist der 9.02.2026 und die Diskussion um die Sicherheitslage am Bahnhof Wiener Neustadt bleibt lebhaft. Michael Diller-Hnelozub, Sprecher der Grünen in Wiener Neustadt, hat deutliche Kritik an den Sicherheitsplänen der Stadtregierung äußert. Er bemängelt, dass die Maßnahmen, die unter anderem hellere Plätze durch bessere Ausleuchtung beinhalten, lediglich symbolisch sind und nicht die nötige Substanz aufweisen. In einem Artikel auf meinbezirk.at kritisiert Diller-Hnelozub Bürgermeister Klaus Schneeberger dafür, dass der Bahnhof hauptsächlich im Rahmen eines einmal jährlich stattfindenden Medientermins wahrgenommen wird, ohne dass andere Gemeinderatsparteien in die Planung einbezogen werden.
Besonders auffällig ist, dass eine fundierte Analyse zur Wahrnehmung der Sicherheit am Bahnhofsareal bislang fehlt. Die Grünen fordern seit Jahren eine umfassende Untersuchung und Befragung der Bahnhofsgäste, um realistische Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit zu entwickeln. Diller-Hnelozub hebt hervor, dass es eines Gesamtkonzepts bedarf, das nicht nur die Sicherheit, sondern auch eine bauliche Neugestaltung des Vorplatzes sowie die Verbesserung der Verkehrssituation umfasst. Nur so kann das bestehende Verkehrschaos entschärft werden, um den Bahnhof für alle Nutzer:innen attraktiv und sicher zu gestalten.
Gemeinsame Anstrengungen für mehr Sicherheit
In einem neuen Schritt arbeiten die ÖBB und die Stadt Wiener Neustadt gemeinsam an Sicherheitsmaßnahmen am Bahnhof. Am 30. Januar 2026 gaben Bürgermeister Klaus Schneeberger und ÖBB-CEO Andreas Matthä über die bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen Auskunft. Dazu gehört eine Verstärkung der Security-Präsenz sowie Verbesserungen der Beleuchtung, die den Abbau von Angsträumen zum Ziel haben. Im Rahmen einer LED-Offensive 2026 werden die Bahnhofshalle und die Bahnsteigdächer modernisiert, um eine sichere und einladende Umgebung zu schaffen.
Zu den weiteren Sicherheitsmaßnahmen zählen unter anderem Videoüberwachung, ein Alkoholverbot, Schutzzonen und zusätzliche Bestreifungen am Bahnhofsvorplatz. Das Ziel ist klar: Der Bahnhof Wiener Neustadt soll sich zu einem sicheren, modernen und attraktiven Mobilitätsknotenpunkt entwickeln. Bürgermeister Schneeberger betont die Bedeutung der Sicherheit am Bahnhof nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Zusammenarbeit mit den ÖBB und der Polizei. Der Hauptbahnhof hat täglich über 35.000 Ein- und Aussteiger und ist damit ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Region.
Fazit und Ausblick
Die Sicherheitsdiskussion am Bahnhof Wiener Neustadt verdeutlicht, wie wichtig ein umfassendes Konzept ist, das nicht nur kurzfristige Maßnahmen, sondern auch langfristige Lösungen einbezieht. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die aktuellen Initiativen der Stadt und der ÖBB die gewünschte Verbesserung der Sicherheitslage zur Folge haben werden. In einer Zeit, in der Mobilität und Sicherheit Hand in Hand gehen müssen, ist die Mitwirkung aller Beteiligten unerlässlich, um das Vertrauen der Bürger:innen in die öffentliche Infrastruktur wiederherzustellen.