Die Bevölkerung Österreichs zeigt ein bemerkenswertes Wachstum, das sich vor allem durch einen Anstieg der ausländischen Staatsangehörigen bemerkbar macht. Aktuell leben rund 1,89 Millionen Menschen mit einem ausländischen Pass in Österreich, was etwa 20,5 % der Gesamtbevölkerung von 9.219.113 Personen entspricht. Die Zahlen sind zum Teil auch auf die Zuwanderung in die Hauptstadt Wien zurückzuführen, wo mehr als jeder dritte Einwohner einen ausländischen Pass besitzt. Dieser Trend ist nicht neu, denn die Anteile der Ausländer in der Bevölkerung sind in den letzten Jahren stetig gewachsen. Laut einer aktuellen Erhebung besaßen 2024 bereits etwa 20 % der Bevölkerung einen ausländischen Pass, im Jahr 2015 waren es dagegen nur 13 %.
Im Jahr 2026 stieg die Gesamtbevölkerung Österreichs um 21.900 Menschen. Dies ist im Vergleich zu den Vorperioden ein geringerer Zuwachs, wobei knapp zwei Drittel des Anstiegs auf Wien entfallen. In Wien, das nun 2.042.036 Einwohner zählt, verzeichneten 15 Bezirke Zuwächse, während 8 Bezirke eine Schrumpfung erlebten. Besonders stark wuchs die Bevölkerung in den Bezirken Donaustadt, Leopoldstadt und Landstraße, während die Innere Stadt und einige andere Bezirke Rückgänge hinnehmen mussten.
Bevölkerungsstruktur und Herkunft
Die Daten zur Bevölkerungsstruktur basieren auf dem Zentralen Melderegister (ZMR) und berücksichtigen Personen, die mehr als 90 Tage mit Hauptwohnsitz in Österreich gemeldet sind. Dies ermöglicht eine präzisere Erfassung der Bevölkerung, die vor 2002 hauptsächlich durch Volkszählungen ermittelt wurde. In den letzten Jahren ist der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung kontinuierlich angestiegen, mit regionalen Unterschieden, die deutlich werden, wenn man die Bundesländer betrachtet. Wien hat den höchsten Ausländeranteil mit 37 %, gefolgt von Salzburg und Vorarlberg.
Die größten Gruppen unter den Ausländern sind Deutsche (ca. 240.000), Rumänen (ca. 160.000) und Türken (ca. 124.000). Dieses Wachstum spiegelt sich auch in den Einwanderungszahlen wider: 2024 kamen geschätzt etwa 180.000 Menschen nach Österreich, während ca. 130.000 Menschen auswanderten. Es zeigt sich, dass die Einwanderung vor allem von Deutschen, Ukrainern und Rumänen dominiert wird, während die größte Gruppe der Auswanderer Österreicher sind.
Gesellschaftliche Herausforderungen
Die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur bringen jedoch auch Herausforderungen mit sich. Laut einer Umfrage aus dem März 2024 bewerten über 60 % der Bevölkerung das Zusammenleben zwischen Österreichern und Zuwanderern als schlecht. Diese gesellschaftlichen Spannungen äußern sich auch in einem Anstieg rechter Straftaten und rassistischer Vorfälle. Im Jahr 2024 wurden ca. 1.700 rassistische Vorfälle und 1.300 islamfeindliche Tathandlungen registriert. Solche Entwicklungen werfen Fragen zur Integration und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt auf.
Die Daten zeigen ein komplexes Bild der österreichischen Gesellschaft, das von einem wachsenden Anteil an ausländischen Staatsangehörigen geprägt ist. Während Städte wie Wien von diesem Wachstum profitieren, gibt es in ländlichen Gebieten teils Rückgänge in der Bevölkerung, was die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung und gezielter politischer Maßnahmen zur Integration und Unterstützung der Zuwanderer unterstreicht. Der gesamte Kontext der Migration in Österreich ist ein facettenreiches Thema, das sowohl Chancen als auch Herausforderungen birgt, welche die Gesellschaft in den kommenden Jahren prägen werden.
Für weitere Informationen zu dieser Thematik können Sie die Quelle sowie die Statistik zu Rate ziehen. Auch die Statista-Seite bietet wertvolle Einblicke in die Entwicklungen.