In Waidhofen an der Ybbs ereigneten sich jüngst zwei bemerkenswerte Tierrettungseinsätze, die nicht nur das Herz der Tierfreunde höher schlagen lassen, sondern auch ein klares Bild von der wichtigen Rolle der Feuerwehr in solchen Notlagen zeichnen. Besonders eindrucksvoll war die Rettung einer jungen Katze namens Fibi, die ganze zwei Tage lang in einem Baum gefangen war. Ihr lautes Miauen alarmierte die Feuerwehr, die daraufhin mit einem fünfköpfigen Team und einer langen Leiter anrückte, um die kleine Fellnase aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Feuerwehrmann Luki brachte Katzenspielzeug und Leckerlis mit, um das Vertrauen von Fibi zu gewinnen. Nach anfänglichem Zögern vertraute die Katze dem Retter, wurde gesichert und schließlich sanft nach unten getragen. Das Publikum applaudierte, als Fibi im Katzenkorb sicher und wohlbehalten zu Boden gebracht wurde, was für alle Beteiligten ein emotionaler Moment war. Mehr dazu findet sich in einem Bericht des Kurier.

Doch das war nicht der einzige Vorfall an diesem Tag. Am 26. September wurde die Freiwillige Feuerwehr Waidhofen an der Ybbs-Stadt erneut alarmiert, diesmal wegen einer Katze, die sich im Motorraum eines Autos versteckt hatte. Der Einsatz wurde von vier Feuerwehrmännern mit einem Rüstlöschfahrzeug (RLF) durchgeführt. Zunächst wurde die Katze mit einem Wagenheber aus dem Motorraum befreit, doch kaum war sie draußen, sprang sie direkt in den Motorraum des Feuerwehrautos! Um die Katze erneut zu sichern, musste die Fahrerkabine des RLF gekippt werden. Nach der erfolgreichen Rettung wurde das Tier in einer Katzenbox zum Tierschutzverein Ybbstal gebracht. Dies zeigt, wie wichtig es ist, besonders in den kälteren Jahreszeiten darauf zu achten, dass Katzen keine warmen Plätze in Motoren suchen. Für Tipps zur Katzenrettung, wie das Abstellen des Motors oder das ruhige Anlocken mit Futter, wurde auf die wertvollen Hinweise in einem Artikel von 5min.at verwiesen.

Die Rolle der Feuerwehr in der Tierrettung

Die Einsätze in Waidhofen an der Ybbs sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie wichtig die Feuerwehr nicht nur für den Menschen, sondern auch für Tiere in Not ist. Tierrettung ist eine zentrale Aufgabe der Feuerwehr, die nicht selten mit brenzligen Situationen konfrontiert wird, sei es bei einem Pferd im Graben, einer Katze im Baum oder sogar einem brennenden Kuhstall. Feuerwehrfrau Theresa Balzer erklärt, dass es wichtig ist, die Feuerwehr nur dann zu rufen, wenn ein Tier in unmittelbarer Gefahr ist oder man selbst nicht helfen kann. Oft können Katzen, die in Bäume klettern, selbst wieder herunterkommen, was in der Regel ein bis zwei Tage dauert. Dennoch sind Tierrettungseinsätze meist kostenpflichtig für die Tierhalter, wobei in einigen Fällen die Gemeinde die Kosten übernehmen kann, insbesondere wenn der Eigentümer nicht ermittelt werden kann.

Die Kosten für solche Einsätze können je nach Kommune variieren. Beispielsweise kostet ein Feuerwehrwagen für eine Stunde etwa 500 Euro. In Bayern sind Einsätze kostenfrei, wenn ein Tier in unmittelbarer Gefahr ist. Um im Notfall gewappnet zu sein, empfehlen Tierschutzorganisationen, eine Notfallkarte zu besitzen, auf der Art und Anzahl der Haustiere vermerkt sind. Diese Karte sollte bei sich getragen werden, während ein entsprechender Aufkleber an der Haustür angebracht werden kann. Weitere Informationen zur Tierrettung und deren Bedeutung finden sich auf der Webseite des NDR.