In der Stadt Waidhofen an der Ybbs hat der Gemeinderat in der Sitzung im Januar beschlossen, eine jährliche Subvention für das Jugendservice Ybbstal (JUSY) bereitzustellen. Diese finanzielle Unterstützung ist entscheidend, um die verlässliche Bereitstellung von Angeboten der Jugendberatungsstelle zu sichern. JUSY bietet jungen Menschen in Waidhofen eine professionelle und niederschwellige Unterstützung, die kostenlos und vertraulich ist. Auch Eltern und Bezugspersonen können in Anspruch nehmen, was die Beratungsstelle zu bieten hat.

Bürgermeister Werner Krammer hat die Bedeutung des JUSY-Angebots hervorgehoben und sich beim Team für deren Engagement bedankt. JUSY ist nicht nur ein Ort der Beratung, sondern auch eine Informationsstelle, die mit Schulen und anderen Partnern zusammenarbeitet, um die Jugendlichen bestmöglich zu unterstützen. Vizebürgermeister Armin Bahr bezeichnet die Partnerschaft mit JUSY als wesentlichen Eckpfeiler der Waidhofner Jugendarbeit, insbesondere in der Schulsozialarbeit und im Beratungsangebot. Weitere Informationen zu JUSY sind auf der Website verfügbar.

Schulsozialarbeit als Unterstützung

Ein zentraler Bestandteil der Unterstützung für Jugendliche ist die Schulsozialarbeit, die in einer sich wandelnden Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle spielt. Diese Form der Unterstützung richtet sich primär an Schülerinnen, aber auch Lehrerinnen und Eltern/Erziehungsberechtigte können Hilfe in Anspruch nehmen. Oft sind es die Lehrkräfte, die erste Anzeichen von Problemen bei Schülerinnen außerhalb der Familie feststellen. Daher ist es wichtig, dass Schulsozialarbeit in Schulen angeboten wird, da Lehrerinnen häufig nicht die nötigen Ressourcen haben, um umfassend zu helfen.

Das Angebot der Schulsozialarbeit ist vielfältig und umfasst unter anderem Einzel- und Gruppenberatung, Krisenintervention, Workshops sowie Konfliktlösungen. Diese Angebote sind niederschwellig, freiwillig, vertraulich, kostenlos und unbürokratisch. Schülerinnen können die Unterstützung während der Pausen und sogar im Unterricht nutzen. Themenbereiche sind unter anderem psychische Gesundheit, Essstörungen, Mobbing und der Umgang mit Leistungsdruck. Die Schulsozialarbeiterin Sarah Schlager ist jeden Dienstag von 9:00 bis 12:00 Uhr in der Schule anwesend und bietet ihre Hilfe im Beratungsraum Nr. 222 an. Auch Gespräche im JUSY sind möglich, wo Sarah Schlager und ihre Kolleginnen während der Öffnungszeiten erreichbar sind. Weitere Informationen zur Schulsozialarbeit sind auf der Website zu finden.

Mentale Gesundheit im Fokus

Die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist eine Herausforderung, die nicht ignoriert werden darf. Laut dem Bundesjugendministerium leben etwa ein Fünftel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland mit einer psychischen Störung, wobei häufige Probleme Ängste, Depressionen sowie Sucht- und Essstörungen umfassen. Besonders betroffen sind Kinder aus armutsgefährdeten Familien. Diese Situation hat nicht nur Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, sondern auch auf die schulischen Leistungen und kann langfristige psychische Belastungen nach sich ziehen. Ein Großteil der psychischen Störungen beginnt bereits im Kindes- und Jugendalter.

Um frühzeitig gegenzusteuern, ist präventive Arbeit von entscheidender Bedeutung. Das Bundesjugendministerium hat verschiedene Programme ins Leben gerufen, um Kinder und Jugendliche für das Thema mentale Gesundheit zu sensibilisieren. Diese Programme beinhalten unter anderem Workshops und Materialien, die sich an Familien und Schulen richten, um den Umgang mit Stress und anderen psychischen Herausforderungen zu erlernen. Zudem gibt es die Möglichkeit, Hilfe über die „Nummer gegen Kummer“ oder die Plattform „JugendNotmail“ in Anspruch zu nehmen, die eine vertrauliche und kostenlose Online-Beratung bietet. Es ist wichtig, dass sowohl Eltern als auch Bildungseinrichtungen eine aktive Rolle in der Gesundheitsförderung spielen, um die nächste Generation bestmöglich zu unterstützen.