Im Herzen von Waidhofen an der Ybbs hat die Come In! Galerie im Impulsquartier am 10. April 2023 ihre Türen geöffnet. Diese Galerie bietet jungen Künstlerinnen und Künstlern zwischen 14 und 29 Jahren eine Plattform, um ihre kreativen Werke auszustellen und sich im professionellen Kunstschaffen zu erproben. Ziel ist es, Raum für Experimente zu schaffen und den Einstieg in die Kunstszene zu erleichtern.

Ein Highlight der aktuellen Ausstellung ist die Installation „ISOLATION“ von Charlotte Fiedermutz, die bis zum 3. Mai 2023 zu sehen ist. Diese Installation, die aus Filz besteht, bietet den Besuchern ein multisensorisches Erlebnis und thematisiert die Wahrnehmungen in Verbindung mit Erinnerungen. Fiedermutz, die 2005 in Wien geboren wurde und an der Universität für angewandte Kunst Wien Kunst und Kommunikative Praxis studiert, thematisiert in ihrer Arbeit den schmalen Grat zwischen Erinnerung und Vergessen. Die Struktur ihrer Installation ist durchlöchert und ermöglicht Blicke nach außen, wodurch das Spannungsfeld zwischen Rückzug und Konfrontation visuell erfahrbar gemacht wird.

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Erinnerung an die Vergangenheit

Ein zentraler Aspekt dieser Arbeit ist der Bezug zu einem belastenden historischen Ereignis: dem Todesmarsch von Häftlingen des KZ Hinterbrühl nach Mauthausen in der Karwoche 1945, bei dem in Haag zehn Menschen ermordet wurden. Die Installation regt zum Nachdenken darüber an, wie Gesellschaften mit solchen belastenden Erinnerungen umgehen und wie diese in Raum und Material eingeschrieben werden. Fiedermutz fordert die Betrachter auf, über gefilterte und aufgenommene Informationen nachzudenken und die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen.

Im Rahmen der Eröffnung wurde auch die Abschlusspublikation der Come In! Galerie 2025 vorgestellt, die die Ausstellungen des vergangenen Jahres dokumentiert. Diese Publikation kann über das Regionalbüro Mostviertel der Kulturvernetzung Niederösterreich angefordert werden.

Interaktive Kunst und ihre Bedeutung

Die Installation „ISOLATION“ fällt in die Kategorie der interaktiven Kunst, die Wechselwirkungen zwischen Betrachter und Kunstwerk ermöglicht. Interaktive Kunst schafft dialogartige Situationen und ermöglicht es den Besuchern, auf verschiedene Arten mit dem Kunstwerk zu kommunizieren. Diese Kunstform hat ihre Wurzeln in den 1920er Jahren, wurde jedoch erst Ende der 1990er Jahre offiziell anerkannt. Heute finden sich interaktive Elemente in vielen Museen und Galerien, die diese Technologien in ihre Ausstellungen integrieren.

Wichtige Festivals und Ausstellungen, wie das Prix Ars Electronica, fördern die Entwicklung interaktiver Kunst und ermöglichen Künstlern wie Fiedermutz, ihre Ideen und Konzepte zu präsentieren. Neue Technologien und Medien eröffnen zudem neue Möglichkeiten für immersive Erlebnisse, die das Publikum auf ganz besondere Weise ansprechen.

Die Come In! Galerie bleibt somit ein spannender Ort für junge Künstler und Kunstinteressierte. Wer sich für die kreative Auseinandersetzung mit Erinnerungen und gesellschaftlichen Narrativen interessiert, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die Installation „ISOLATION“ zu besuchen. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite der Come In! Galerie sowie auf Mostviertel.at.