Im Landesklinikum Waidhofen/Thaya werden die Zahlen der tagesklinischen Eingriffe immer höher. So rechnet das Klinikum für das Jahr 2024 mit insgesamt 1.042 tagesklinischen Eingriffen, und für 2025 sollen es bereits 1.122 Eingriffe sein. Dies entspricht rund 50 % aller operativen Eingriffe, die in diesem Klinikum durchgeführt werden. Die Fachabteilungen arbeiten eng zusammen, um den Trend zu tagesklinischen Eingriffen weiter zu unterstützen. Dr. Hermann Reiter, der ärztliche Standortleiter, hebt hervor, dass die moderne medizinische Versorgung hier bei einer kurzen Aufenthaltsdauer realisiert wird. Diese Entwicklung ist nicht nur eine Verbesserung für die Patientinnen und Patienten, sondern auch ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Klinikums.

Die häufigsten tagesklinischen Eingriffe umfassen eine Vielzahl von Behandlungen. Dazu zählen unter anderem Narben-, Nabel- und Leistenbrüche, Krampfadern, Augenlidkorrekturen sowie die Hämorrhoiden-Lasertherapie. Auch Arthroskopien, Ringbandspaltungen und Eingriffe bei Karpaltunnelsyndrom gehören zum Angebot. Zudem werden Materialentfernungen nach unfallchirurgischen Eingriffen oder Knochenbrüchen durchgeführt. Besonders bemerkenswert ist die erstmalige Durchführung einer tagesklinischen Cholecystektomie, bei der die Gallenblase entfernt wird, die für das Jahr 2025 geplant ist.

Der Trend zur tagesklinischen Behandlung

Die positive Resonanz von Patientinnen und Patienten spricht für den Erfolg des tagesklinischen Ansatzes. Diese Behandlungsform ermöglicht nicht nur eine schnellere Genesung und weniger Stress für die Patienten, sondern entlastet auch die stationären Kapazitäten der Kliniken. Der GKV-Spitzenverband, der PKV-Verband und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) haben im Rahmen des Krankenhauspflegeentlastungsgesetzes Maßnahmen ergriffen, um die tagesstationäre Behandlung weiter zu fördern. So soll bis zum 28.01.2023 eine Dokumentationsvereinbarung zur tagesstationären Behandlung im Krankenhaus abgeschlossen werden.

Die Dokumentationsvereinbarung sieht unter anderem klare Anforderungen an die Dokumentation vor, die sicherstellen soll, dass jede tagesstationäre Behandlung ordnungsgemäß erfasst wird. Dazu gehören Mindestdauer und Zeitrahmen der Aufenthalte sowie Vorgaben für ungeplante Rückkehr. So ist beispielsweise ein mindestens sechsstündiger Aufenthalt für eine tagesstationäre Behandlung erforderlich, und Rückkehr vor 6:00 Uhr des Folgetages wird nicht mehr als tagesstationär gewertet. Diese Regelungen sind entscheidend, um die Qualität und Transparenz der tagesklinischen Behandlungen zu gewährleisten und den Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten.

Insgesamt zeigt sich, dass das Landesklinikum Waidhofen/Thaya mit seinem Angebot im Bereich tagesklinischer Eingriffe auf dem richtigen Weg ist. Die enge Zusammenarbeit mit Fachspezialisten und die kontinuierliche Anpassung an die Bedürfnisse der Patienten sind der Schlüssel zu einem erfolgreichen medizinischen Konzept.