Am 05. Februar 2026 feierte Reinhard Appeltauer einen bedeutenden Meilenstein in seinem Leben: seinen 50. Geburtstag. Bekannt in der Region Waidhofen an der Thaya, ist er nicht nur ein engagierter Zivildiener, sondern auch ein herausragender ehrenamtlicher Rettungssanitäter. Bereits im Alter von 14 Jahren begann seine Reise im Rettungsdienst, als er einen großen Erste-Hilfe-Kurs beim Roten Kreuz besuchte. Nach seinem Zivildienst an der Rotkreuz-Bezirksstelle Waidhofen/Thaya, der im Jahr 1996 begann, ließ er sich zum Rettungssanitäter ausbilden und absolvierte einen Leitstellenkurs, gefolgt von einer Weiterbildung zum Notfallsanitäter im Jahr 2002.
Seine beeindruckende Karriere im Rettungsdienst wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. Dazu zählen die Verdienstmedaille in Bronze (2008), in Silber (2016) und die Verdienstmedaille in Gold (2024). Darüber hinaus erhielt er die Fahrtenspange in Bronze für 1.000 Fahrten, die Einsatzmedaille Covid-19 sowie das Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich für 25 Jahre im Rettungswesen. Zu seinem runden Geburtstag gratulierten die Bezirksstellenleitung, darunter der bisherige Bezirksstellenleiter Mag. Günter Stöger und die neue Leitung unter Christian Hrauda, und dankten ihm für seinen unermüdlichen Einsatz in der Region.
Fortbildung im Rettungsdienst
Die Bedeutung von Fortbildung und Weiterbildung im Rettungsdienst ist nicht zu unterschätzen. So bietet der Arbeitskreis Notfallmedizin und Rettungswesen e.V. in Kooperation mit dem Rettungsdienst Stadler verschiedene AHA ACLS Provider Kurse an. Diese Kurse sind speziell darauf ausgelegt, die Kenntnisse in der Versorgung von Patienten vor, während und nach einem Kreislaufstillstand zu vertiefen. Die Teilnehmer, darunter Notfallsanitäter, Rettungssanitäter und medizinische Fachkräfte, profitieren von praxisorientierten Musterfällen und intensiven Schulungen zu Themen wie Atemstillstand, Kammerflimmern und akuten Koronarsyndromen.
Die Seminare dauern insgesamt zwei Tage und umfassen 16 Stunden, wobei die Verpflegung für die Teilnehmer inklusive ist. Zudem erhalten die Teilnehmer ein international anerkanntes Zertifikat zum ACLS-Provider, das für zwei Jahre gültig ist. Diese kontinuierliche Fortbildung ist entscheidend, um die Qualität der Rettungsdienstleistungen auf einem hohen Niveau zu halten.
Ausbildung im Rettungsdienst
Die Ausbildung im Rettungsdienst selbst ist ebenfalls umfangreich und vielschichtig. Die Ausbildung zur Rettungshelferin oder zum Rettungshelfer erstreckt sich über etwa 320 Stunden und umfasst sowohl theoretische als auch praktische Inhalte. Die angehenden Rettungskräfte lernen die Grundlagen der Physiologie und Anatomie, den Umgang mit Medizingeräten und das Verhalten in Notfällen während des Krankentransports. Ein 80-stündiges Praktikum in einem Krankenhaus und auf einer Rettungswache ergänzt die theoretische Ausbildung.
Für die Qualifikation als Rettungssanitäter sind insgesamt 520 Stunden erforderlich, aufgeteilt in 160 Stunden Theorie und je 160 Stunden Praxis in einer Klinik und auf einer Rettungswache. Ein 40-stündiger Abschlusslehrgang mit schriftlicher, mündlicher und praktischer Prüfung rundet die Ausbildung ab. Diese strukturierte Herangehensweise stellt sicher, dass die Rettungskräfte bestens auf ihre verantwortungsvollen Aufgaben vorbereitet sind.
Reinhard Appeltauer und viele andere engagierte Helfer zeigen uns, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit im Rettungsdienst ist. Ihr unermüdlicher Einsatz und ihre stetige Weiterbildung sind entscheidend für die Sicherheit und Gesundheit in unserer Region. Auf viele weitere Jahre im Dienst der Nächstenliebe!