Heute ist der 6.04.2026 und in Waidhofen an der Thaya wird die Tradition des Ratschens lebendig gehalten. Während der Karwoche ziehen Kinder mit hölzernen Lärminstrumenten durch die Straßen, um an Gebetszeiten und Gottesdienste zu erinnern. Diese jahrhundertealte Tradition, auch bekannt als Ratschen oder Klappern, hat in den katholischen Gegenden Österreichs einen festen Platz und wird besonders gerne von Ministranten und Pfadfindern zelebriert. Von Gründonnerstag bis Ostern schweigen die Kirchenglocken, da sie „nach Rom geflogen“ seien, und das Ratschen ersetzt das Glockenläuten.

Im Bezirk Waidhofen sind zahlreiche Kinder aktiv und sorgen für ein buntes Treiben. In Hohenau beispielsweise waren die Ratscherkinder Stefan Wanko, Anna Langsteiner, Samuel Longin, Veronika Preisinger, Jonatan Longin, Amelie und Samuel Gollob unterwegs. Auch in anderen Orten, wie Niederedlitz, Gastern und Kollmitzdörfl, zogen Kinder mit ihren Ratschen durch die Straßen. In Niederedlitz sorgten Marlena und Julian Bauer, Hannah Starkl, Yvonne und Julia Russ und viele andere für die Fortführung des Brauchs. In Gastern waren Leonie Habisohn, Luisa Apfelthaler, Luca Winkelbauer und Sarah Meier aktiv.

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Die Vielfalt der Ratschergruppen

Die Vielfalt der Ratschergruppen ist beeindruckend. In Waldreichs waren die Kinder gleich in zwei Gruppen unterwegs, darunter Lorenz Litschauer, Elias und Jonas Bauer sowie Anja und Christoph Schelm. In Rossa zogen Selina Gererstorfer, Nora Strobl und ihre Freunde von Haus zu Haus. Auch in Sparbach trugen Leon Hofbauer und seine Mitstreiter die Tradition weiter. In Eggersdorf übernahmen Sebastian und Miriam Pigl sowie andere Kinder von Gründonnerstag bis Karsamstag die Rolle der Glocken. Diese lebendigen Aktionen sind nicht nur ein wichtiger Teil der Österreicher Kultur, sondern auch eine Möglichkeit für die Kinder, Gemeinschaft zu erleben und Traditionen aktiv zu leben.

Die Ratsche selbst ist ein hölzernes Schrapinstrument, das 2015 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbes in Österreich anerkannt wurde. Sie erzeugt Geräusche durch eine Kurbel und Walze und hat einen festen Platz im Brauchtum. Bei den Ratscherkindern werden regionale Sprüche gerufen, die oft im Dialekt gehalten sind. Am Karsamstag sammeln die Gruppen Ostereier, Geld oder Süßigkeiten. Die Tradition des Ratschens ist nicht nur auf Österreich beschränkt; sie wird auch in Bayern, Italien und anderen katholischen Regionen gepflegt.

Ein Blick in die Zukunft

Mit der aktiven Teilnahme der Kinder an diesen Bräuchen wird sichergestellt, dass die Tradition auch in Zukunft lebendig bleibt. Die Freude und der Lärm, den die Ratscherkinder verbreiten, sind ein Zeichen der Gemeinschaft und des Glaubens. In Waidhofen an der Thaya und Umgebung wird die Tradition des Ratschens weitergeführt und mit jedem Jahr reicher an Erlebnissen und Geschichten. Diese lebendige Form des Brauchtums zeigt, wie wichtig es ist, kulturelle Werte an die nächste Generation weiterzugeben. So wird das Ratschens nicht nur als Ritual, sondern auch als Teil der Identität der Menschen in dieser Region lebendig gehalten. Weitere Informationen zu dieser Tradition finden Sie in den detaillierten Berichten auf noen.at und zur Geschichte des Ratschens auf Wikipedia.