Am 8. März 2026 fand im NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrum in Tulln ein bemerkenswerter Wettbewerb statt: das NÖ Feuerwehr‑Funkleistungsabzeichen (FULA). Insgesamt 550 Feuerwehrmitglieder aus Niederösterreich, anderen Bundesländern und Südtirol nahmen an diesem spannenden Event teil. Der Bewerb ist nicht nur eine Prüfung der technischen Fähigkeiten, sondern auch eine Demonstration der Essenz der Feuerwehrarbeit: effektive Kommunikation. Diese ist entscheidend für den Erfolg von Einsätzen, denn wichtige Informationen müssen schnell und präzise an die Einsatzkräfte weitergeleitet werden.
Die Teilnehmer des FULA stellten sich praxisnahen Disziplinen, die typische Aufgaben eines Funkers im Einsatz abbilden. Dazu gehörten das Arbeiten mit Digitalfunkgeräten, das Absetzen von Funkgesprächen, Lotsendienst sowie das Arbeiten in der Einsatzleitung. Beispielsweise mussten die Teilnehmenden Funksprüche nach Funkordnung formulieren und diese korrekt übermitteln. Eine der Kernstationen war das Arbeiten mit dem Digitalfunkgerät, bei dem technische Fragen beantwortet werden mussten. Auch die Erstellung eines Einsatztagebuchs und eine lageangepasste Skizze aus vorgegebenen Meldungen standen auf dem Programm.
Erfolge und Vorbereitung
Die Vorbereitung auf den Bewerb begann bereits im Jänner und umfasste intensive Trainingseinheiten in den Bezirken. So war auch der Bezirk Waidhofen an der Thaya mit zehn Mitgliedern vertreten. Michael Zotter erzielte beeindruckende 298 Punkte und sicherte sich den 3. Platz, während Katrin Bauer mit zwei Zeitgutpunkten weniger den Gesamtrang 19 erreichte. Diese Erfolge sind das Resultat harter Arbeit, denn die Teilnahmeberechtigung für den NÖ FULA setzt nicht nur die Mitgliedschaft in der Feuerwehr voraus, sondern auch den erfolgreichen Abschluss des Moduls „Arbeiten in der Einsatzleitung“. Knappe und präzise Befehle sind für die Einsatzabwicklung unerlässlich, und Funkspezialisten sind von entscheidender Bedeutung für den Einsatzerfolg.
Der Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Martin Boyer lobte den hohen Ausbildungsstand und die akribische Vorbereitung der Teilnehmenden. Erstmals als Bewerter tätig war Markus Bartl von der FF Thaya, unterstützt von einem erfahrenen Team, das ebenfalls für die Durchführung des Wettbewerbs verantwortlich war. Mit dem FULA wurde die Bewerbssaison 2026 in Niederösterreich eröffnet und damit ein weiteres Kapitel in der Tradition der Feuerwehrbildung eingeschrieben.
Die Bedeutung des Funkens
Die Entwicklung des Funkwesens in der Feuerwehr ist nicht nur eine technische Angelegenheit. Der BOS-Funk, der nach dem Zweiten Weltkrieg entstand, gilt als eines der optimiertesten analogen Funksysteme weltweit. Die Einführung digitaler Systeme, wie das Bündelfunksystem „TETRA“, hat die Kommunikation in Einsätzen revolutioniert. In vielen Regionen, wie beispielsweise im Landkreis Cham, wird gezielt auf digitale Alarmierung umgestellt, um die analogen Funkmeldeempfänger abzulösen. Hierzu gehört auch eine umfassende Ausbildung, die theoretische und praktische Elemente umfasst.
Für die Feuerwehrleute bedeutet dies nicht nur eine Verbesserung der Technik, sondern auch eine ständige Weiterbildung in der Kommunikationstechnik. Ausbildungsabende in Kleingruppen, die Theorie und Praxis kombinieren, sind essenziell, um die nötigen Kenntnisse für den Einsatz zu festigen. Die Ausbildung umfasst gesetzliche Bestimmungen, technische Grundlagen und die Zusammenarbeit mit anderen Funkdiensten.
Insgesamt zeigt die Teilnahme am FULA und die damit verbundene Ausbildung, wie wichtig effektive Kommunikation für den Erfolg im Feuerwehrwesen ist. Es sind die Menschen, die hinter dem Funkgerät stehen, die den Unterschied machen – und das wurde an diesem Tag in Tulln eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Für mehr Informationen über die Veranstaltung und die Bedeutung der Funktechnik in der Feuerwehr, besuchen Sie die Quelle und die Zusatzinformationen.